Weihnachten mit Fertigprodukten?

IMG_0881Eigentlich bin ich ja dafür, möglichst alles selbst zu kochen und frisch zuzubereiten. Aber gerade wenn es um die Weihnachtsfeiertage geht, werde ich vor allem von Neulingen immer wieder gefragt, ob es nicht ein paar Abkürzungen gibt. Also haben wir selbst einen Test gemacht: Weihnachtsbraten mit Rotkohl und Klößen in 30 Minuten zubereitet. Es fehlte dann nur noch eine “Bratensauce”, aber die ist so schnell gemacht, dass es wirklich kein Fertigprodukt benötigt.

Schauen wir uns doch mal die einzelnen Bestandteile an

Der Rotkohl

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Er hat zwar nur ein EU-Biosiegel, dafür ist er aber regional angebaut. Ich koche meinen normalerweise mit Orangensaft, hier ist es Apfelsaft und noch extra Zucker dazu – in diesem Glas sind es etwas über 50 g.

Ich habe noch nie einen fertigen Rotkohl gegessen, der mir wirklich geschmeckt hätte. Aber dieser hat den Test bestanden. Ob es an dem vielen Zucker liegt? Normalerweise esse ich fast völlig zuckerfrei. Aber wichtig ist: an Weihnachten kann man diesen Rotkohl auch der Verwandschaft servieren.

Die Klöße

IMG_0886IMG_0887Bei den Klößen muss ich zugeben, dass ich sie nur an Weihnachten esse und noch nie selbst gemacht habe. Hier hat mir gefallen, dass es keine importierten Kartoffeln sind und dass sie einen Bioland-Standard haben.

Das Ergebnis war richtig gut. Die Zeitangaben stimmen und  die Klöße waren auch lecker.

Der Festtagsbraten

IMG_0884Gekauft haben wir den Braten von Wheaty, deren Produkte ich eigentlich ganz gern mag. Ich fand aber schon gleich, dass er irgendwie aussieht wie eine Riesenwurst. Wäre er verschnürt gewesen, hätte er entfernt an einen Rollbraten erinnert, aber so war mir die Optik nicht sympathisch.

Dafür sollte die Zubereitung einfach sein. Nur mit Öl einpinseln und für 15 Min bei 150 °C in den Backofen schieben. Da kann man nichts falsch machen.

Noch schnell ein Blick auf die Zutatenliste: Gluten 94%, Hefeextrakt (Geschmacksverstärker), Steinsalz, Kokosfett, Flohsamenpulver (damit er besser zusammenhält) und Gewürze. Na gut. Nachdem ich wochenlang glutenfrei gegessen habe, bin ich gespannt, wie mir das bekommen wird.

Das Ergebnis war total enttäuschend. Wir essen gern herzhaft und ich mag z. B. die Slices vom Rauch aus demselben Haus. Aber bei diesem Braten überwiegen einfach Salz und Rauch so stark, das es unangenehm wird. Außerdem war die “Riesenwurst” dann doch ziemlich trocken. Das lässt sich natürlich mit einer Soße verdecken.

Mit diesem Braten wird man keinen Eindruck schinden, schon gar nicht bei Fleischessern, die wir ja an Weihnachten oft mit bekochen oder die das probieren wollen, was wir uns vielleicht zum gemeinsamen Festessen mitgebracht haben. Dann doch lieber einen selbst gemachten Maronen- oder Nussbraten im Blätterteig.

Die Soße

Die Soße, die ich zu diesem Essen gemacht habe, geht so schnell, dass sich dafür kein Fertigprodukt lohnt. Sie stammt aus einem alten Newsletter von Mary McDougall und ist dementsprechend ölfrei. Ich habe sie nur ganz leicht abgewandelt.

  • 2 Schalotten schälen, fein hacken und ölfrei nur mit etwas Wasser andünsten, bis sie goldfarben sind.
  • mit 400 ml Gemüsebrühe angießen
  • dazu ca 50 ml Sojasauce
  • köcheln lassen und anschließend nach und nach mit ca 3EL fein gemahlenem Reismehl andicken. Vollkornreis kann man auch selbst in der Kaffeemühle mahlen. Wenn er nicht fein genug wird, einfach die Sauce am Ende nochmal mit einem Pürierstab bearbeiten, damit sie perfekt aussieht.

Die Menge der Sojasauce ist natürlich davon abhängig, wie salzig das Ergebnis sein soll. Mary nimmt sogar noch 10 ml mehr, aber das war mir zu viel. Nachgießen kann man ja immer noch.

Fazit

Mal abgesehen von dem Braten kann man sich an Weihnachten das Leben wirklich leichter machen und ausnahmsweise auf Fertigprodukte zurückgreifen. Das gehört zu dem Programm: Feiertagsstress vermeiden 🙂

weihnachtsessen-probe

 

 

 

 

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