Warum Öl nicht gesund ist

Immer wieder werden die Vorzüge von Öl in der Ernährung gepriesen. Hochwertig, kaltgepresst, besonders Olivenöl, aber auch andere wie Leinöl werden allgemein als gesund und wichtig empfohlen. Leider kann man das nur so sehen, wenn man ein pflanzliches Öl mit z. B. Schweineschmalz oder anderen tierischen Fetten vergleicht. Letztere haben mehr gesättigte Fettsäuren, ihnen fehlen die Omega-3 Fettsäuren, die für uns sehr wichtig sind.

In meiner pflanzenbasierten Ernährungstherapie rate ich Ihnen von Öl ab, denn es ist kein vollwertiges Lebensmittel. Tatsächlich ist es besser, die Ölquellen zu essen, z. B. Nüsse und Saaten, Oliven, Avocados, etc. Diese enthalten eine Vielzahl an wichtigen Vitaminen, Antioxidantien etc., die im Öl zum allergrößten Teil verlorengehen. Deshalb gehören Öle quasi zu den leeren Kalorien, ähnlich wie Industriezucker.

Beispiel Olivenöl

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Nährstoffe verloren gehen, wenn man aus Oliven Olivenöl herstellt. Die Prozentzahlen in Klammern geben den Anteil am Tagesbedarf für eine durchschnittliche Ernährung mit 2000 kcal an. 

* Vitamin A wird im Körper aus verschiedenen Karotinen gebildet, hier handelt es sich um eine Umrechnung.

Sie sehen, dass der größte Teil der wichtigen Nährstoffe verloren gegangen ist. Besonders auffällig sind Eisen, Calcium und Lutein & Zeaxanthin.

Weitere Spurenelemente, die verloren gehen, sind Phosphor, Magnesium, Mangan und B-Vitamine, von denen aber auch in den Oliven nur winzige Mengen enthalten sind. Zudem gehen die Anthocyane verloren, die den Oliven ihre dunkle Farbe geben. Diese sekundären Pflanzenstoffe gelten als wichtige Antioxidantien, sind entzündungshemmend und bieten daher einen Schutz für die Blutgefäße.

Das Fett und damit die Omega-3 Fettsäuren sind auch in den Oliven enthalten, Sie können also beim Öl nur verlieren, aber nichts gewinnen außer ein paar Kilos. Dasselbe gilt für Leinöl, Walnussöl oder Sesamöl.

Avocado mit Gewürzen schmeckt lecker im Salat oder als Brotaufstrich.