Sulphoraphane besser gegen Osteoporose als Medikamente

Osteoporose gehört zu den zehn “wichtigsten” Erkrankungen in unserer Gesellschaft. Schulmedizinisch wird sie mit der Empfehlung Milchprodukte zu verzehren sowie teuren und belastenden Medikamenten behandelt. Doch die Natur beschert uns viel bessere Möglichkeiten und das auch noch ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Sulforaphan gehört chemisch zu den Isocyanathen. Was sich kompliziert anhört ist ganz einfach: es ist im Prinzip ein Senföl und man findet es in besonders hoher Konzentration in Broccoli, Rosenkohl, Wirsing und anderen Kreuzblütengewächsen.

Sulphoraphan regt den Knochenaufbau an

Unsere Knochen sind eine lebendige Substanz, die sich wie alle Zellen im Körper beständig auf- und wieder abbauen. Zwei Zellarten sind dafür verantwortlich: Osteoblasten bauen den Knochen auf und Osteoklasten bauen ihn wieder ab. Wenn sich ein Ungleichgewicht zwischen diesen beiden einfindet, kommt es zur Osteoporose.

Die meisten Medikamente versuchen, den Abbau der Knochen zu hemmen und gleichzeitig wird Calcium gegeben, in der Hoffnung, dass sich dann mehr Knochenmasse aufbaut als abgebaut wird. Leider ist es hier so, wie oft in der Medizin – es wird nur ein Teilerfolg erreicht, denn diese Strategie führt oft zu voluminösen, aber spröden und brüchigen Knochen, es fehlt die Elastizität des natürlichen Gleichgewichts.

Broccoli & Co. stimulieren Genexpression

Stellen sie sich Ihre Gene vor wie kleine Lichtschalter. Man kann ein Gen oder auch Gen-Abschnitte ein- oder ausschalten. Ihre Aktivität wird auch durch das Anhängen kleiner Moleküle beeinflusst (Methylierung = Anfügen eines Methylrestes). Das alles nennt man Genexpression. Die meisten Substanzen, mit denen wir in Berührung kommen über das Essen, die Haut oder die Atmung können unsere Genexpression verändern, sogar unsere Gedanken können das. Neben der Erforschung des Mikrobioms ist die Epigenetik das derzeit am meisten bearbeitete Feld in der Wissenschaft.

Sulforaphan schaltet im Rahmen einer chemischen Ereigniskette die Gene für den Knochenaufbau wieder ein und verlangsamt den Knochenabbau. So könnte man die Ergebnisse einer Studie bezeichnen, die 2016 veröffentlicht wurde (1).

Diese Nahrungsmittel enthalten besonders viel Sulphoraphan

Broccoli , Blumenkohl, Grünkohl, Wirsing, Chinakohl, Bok Choy, Mangold, Kohlrabi, Senfkohl, Radieschen, Arugula, Wasserkresse, Weißkohl, etc. Die höchste Konzentration findet sich in Broccoli-Sprossen.

Sulphoraphan kann noch viel mehr

  • Sulforaphan unterstützt den Körper im Kampf gegen Krebszellen (2). Inzwischen wird es schon seit einer Weile als isolierter Wirkstoff klinisch geprüft. Positive Ergebnisse gibt es u.a. bereits für Prostatakrebs, Eierstockkrebs, Lungenkrebs oder Pankreaskrebs.
  • Sulforaphan unterstützt den Entgiftungsprozess im Körper, verbessert die Darmflora und hilft beim Abnehmen (3)
  • Sulforaphan hilft, das LDL Cholesterin zu senken (4)
  • Sulforaphan wirkt entzündungshemmend, blutdrucksenkend und hat kann bei Heliobacter pylori helfen (5)
  • Sulforaphan senkt den Insulinbedarf und verringert die Insulinresistenz. Bei Typ-2 Diabetes kann es Nieren- und Gefäßschäden verhindern (5)
  • Sulforaphan schützt vor Demenzerkrankungen wie z. B. Alzheimer (6)
  • Sulforaphan lindert Arthritis (7)
  • Sulforaphan verhindert Entzündungen des Nierengewebes und den Zelltod bei Nierenerkrankungen (8)
  • Sulforaphan unterstützt das Immunsystem (9)
  • Sulforaphan hilft bei bestimmten Formen von Asthma (10)

(1) Roman Thaler, et al. “Anabolic and anti-resorptive modulation of bone homeostasis by the epigenetic modulator sulforaphane, a naturally occurring isothiocyanate.” Journal of Biological Chemistry. January 12, 2016. Web: http://www.jbc.org/content/early/2016/01/12/jbc.M115.678235

(2) Stephanie M. Tortorella, Simon G. Royce, Paul V. Licciardi, and Tom C. Karagiannis. “Dietary Sulforaphane in Cancer Chemoprevention: The Role of Epigenetic Regulation and HDAC Inhibition.” Antioxid Redox Signal. 2015 Jun 1; 22(16): 1382–1424. Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4432495/

(3) Kanazawa University. “Sulforaphane, a phytochemical in broccoli sprouts, ameliorates obesity.” ScienceDaily. ScienceDaily, 7 March 2017. Web: www.sciencedaily.com/releases/2017/03/170307100402.htm

(4) Charlotte N Armah,et al. “Diet rich in high glucoraphanin broccoli reduces plasma LDL cholesterol: Evidence from randomised controlled trials.” Mol Nutr Food Res. 2015 May; 59(5): 918–926.Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4692095/

(5) Bahadoran Z1, Mirmiran P, Azizi F. “Potential efficacy of broccoli sprouts as a unique supplement for management of type 2 diabetes and its complications.” J Med Food. 2013 May;16(5):375-82. Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23631497

(6) Kim J, et al. “Sulforaphane epigenetically enhances neuronal BDNF expression and TrkB signaling pathways.“ Mol Nutr Food Res. 2017 Feb; 61(2) .Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27735126

(7) Kong JS et al. “Inhibition of synovial hyperplasia, rheumatoid T cell activation, and experimental arthritis in mice by sulforaphane, a naturally occurring isothiocyanate.” Arthritis Rheum. 2010 Jan;62(1):159-70. Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20039434

(8) Carlos Enrique Guerrero-Beltrán, et al. “Sulforaphane, a natural constituent of broccoli, prevents cell death and inflammation in nephropathy.” J Nutr Biochem. 2012 May; 23(5): 494–500. Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3179776/

(9) Loretta Müller, et al. “Effect of Broccoli Sprouts and Live Attenuated Influenza Virus on Peripheral Blood Natural Killer Cells: A Randomized, Double-Blind Study.” PLoS One. 2016; 11(1): e0147742. Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4731143/

(10) Brown RH, Reynolds C, Brooker A, Talalay P, Fahey JW. Sulforaphane improves the bronchoprotective response in asthmatics through Nrf2-mediated gene pathways. Respir Res. 2015 Sep 15;16:106. doi: 10.1186/s12931-015-0253-z. Web: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4570035/