Frisch aufgegabelt 02/2012

Frisch Aufgegabelt!

Denkanstöße für ein gesünderes,
ganzheitliches Leben

In dieser Ausgabe

  • Krebszellen benötigen ein saures Milieu
  • Vier Nahrungsmittel, die Krebszellen das Leben schwermachen
  • Studie belegt: Ernährungsumstellung kann Prostata-Krebs ausbremsen
  • Neue Seminare und Termine

Am 4. Februar war Weltkrebstag und die Medienwelt ist wie immer erschüttert vom Kampfeswillen aller Ärzte und Forscher. Krebs ist der Feind, den wir mit immer stärkeren Waffen bekämpfen, ungeachtet dessen steigen die Todesfälle durch Krebs immer weiter. 25% der Menschen in Deutschland sterben inzwischen daran, das waren im letzten Jahr über 220.000 Personen.

Als Vertreterin einer ganzheitlich denkenden Medizin kann ich nur daran erinnern, dass der Körper immer versucht, sein Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Das bedeutet: Symptome sind immer eine Botschaft unseres Körpers und wir wissen seit der Antike, dass es nicht darum geht, den Boten zu töten. Bis es zur Botschaft durch Krebs-Symptome kommt, haben wir zuvor schon viele andere Boten nicht wahrgenommen oder bewusst ignoriert. Die Schulmedizin rät Patientinnen und Patienten hautpsächlich zu Operationen, Chemotherapie und Bestrahlungen, doch es gibt Dinge, die Sie tun können, um die Krebsentstehung sowohl zu verhüten als auch rückläufig zu machen.


Krebszellen benötigen ein saures Milieu

Der ph-Wert von gesundem Gewebe und Blut bewegt sich in einem relativ engen Spielraum zwischen 7,35 und 7,45. Wenn wir dauerhaft zu viele säurebildende Nahrungsmittel zu uns nehmen, führt das zu einem Milieu, in dem sich Bakterien und andere Krankheitserreger wohl fühlen und in dem Krebszellen besonders gut gedeihen. Die wichtigsten säurebildenden Nahrungsmittel sind alle tierischen Produkte, Zucker, Salz und Alkohol.

Professor T. Colin Campbell zitiert in seinem Buch “Die China Study” ein Experiment, bei dem die Krebsrate im Tierversuch eindeutig von der zugeführten Menge tierischen Eiweißes abhing und nicht etwa von der Menge eines Krebs erregenden Zellgifts. Doch das tierische Eiweiß war nicht nur der Auslöser für Krebs, sondern die Reduzierung im Futter ließ die Tumore sogar wieder verschwinden. Dass das nicht nur im Tierversuch funktioniert, sondern auch bei Menschen, hat Dr. Dean Ornish durch seine Studien zu Prostatakrebs und Ernährung deutlich gezeigt. Dazu später mehr.

Bevor Sie nun schnell in der Apotheke Basenpulver kaufen gehen, greifen Sie lieber in die Fülle von Mutter Natur. Basische Nahrungsmittel sind alle Obst- und Gemüsesorten, sogar Zitrusfrüchte, auch wenn sie sauer schmecken. Sie versorgen den Körper auch mit vielen wichtigen Stoffen, wie z.B. Anti-Oxidantien, die die Zellwände schützen, und sekundären Pflanzenstoffen, die unter anderem Krebszellen bekämpfen. Bio-Produkte verzichten auf giftige Pflanzenschutzmittel, deshalb sind sie vorzuziehen.

Wenn Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt überwachen wollen, müssen Sie noch nicht einmal zum Arzt dafür. Sie können sich für wenige Euro in der Apotheke Teststreifen zur Messung des ph-Werts im Urin kaufen. Es gibt sie im Hunderterpack und das erlaubt Ihnen, über einen gewissen Zeitraum mehrmals täglich zu testen, denn das Ergebnis ist immer eine Momentaufnahme. Je nachdem, was Sie gegessen oder getrunken haben, kann sich der Wert im Urintest schnell verändern. Dauerhaft anstreben sollten Sie einen Wert von 7,0. Wenn Sie meist unter 6,5 liegen, sind sie leicht übersäuert, unter 6 machen Sie vermutlich viele Ernährungsfehler.


Vier Nahrungsmittel, die Krebszellen das Leben schwermachen

Wie schon im vorigen Artikel beschrieben, fördern Obst und Gemüse im Allgemeinen bereits die Entsäuerung des Organismus, doch auf der Hitliste der Geschenke aus der Natur gibt es einige Dinge, die ich Ihnen genauer vorstellen möchte.

1. Leinsamen

Leinsamen kennen die meisten Menschen nur als Mittel zur Förderung der Verdauung. Dazu werden sie meist ganz oder leicht geschrotet über das Frühstücksmüsli gestreut. Doch Leinsamen können noch viel mehr. Optimal ist, sie fein gemahlen zu verwenden, damit sie nicht nur als Ballaststoff wirken, sondern weil sie besonders viele Omega-3-Fettsäuren enthalten. Da diese aber sehr schnell oxidieren, also ranzig werden, sollten Sie immer nur die Menge mahlen, die Sie jetzt auch verzehren wollen. Ich verwende dazu eine kleine elektrische Kaffeemühle.

Das feine Leinsamenmehl ist übrigens ein hervorragender Ei-Ersatz beim Backen. 1 Ei entspricht 1 EL Leinsamenmehl, das Sie mit 3 EL Wasser verquirlen und ca 5 Min stehen lassen sollten, bevor Sie es verwenden.

2. Broccoli

Broccoli ist reich an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Darunter befinden sich sogenannte Isothiocyanate (ITC), die auch als Senföle bezeichnet werden. p53 heißt ein Gen, das Tumore am Wachstum hindert. Wenn dieses Gen mutiert, ist der Schutz verloren. Die Isothiocyanate zerstören anscheinend die mutierten Gene und lassen die gesunden unangetastet. Neben Broccoli gehören auch Blumenkohl, Radieschen und Kresse zur Liste der Nahrungsmittel, die viele Senföle enthalten.

Der Link zur Studie: http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/jm101199t

3. Knoblauch

Lassen Sie sich nicht vom Geruch abschrecken. Knoblauch ist ein Wunderwerk der Natur, das nicht nur Herz und Gefäße schützt, sondern anscheinend auch positive Wirkung im Krebsschutz entwickelt. Knoblauch ist ein natürliches Antibiotikum und scheint erfolgreich gegen Heliobakter Pylori, den Hauptverdächtigen bei Verursachung von Magengeschwüren und Magenkrebs zu wirken. Doch auch bei anderen Krebsarten scheint Knoblauch eine deutliche Schutzwirkung zu entfalten, darunter Haut- Leber- und Brustkrebs.

4. Avocados

Avocados werden von vielen als zu fett gemieden, dabei gehören ihre Fette zu den gesündesten überhaupt. Eindeutig nachgewiesen wurde, dass die Ölsäure in Avocados, das Risiko für Brustkrebs senkt. Darüber hinaus hilft Ölsäure, das LDL-Cholesterin zu senken und trägt dadurch zum Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen bei. Oliven, Walnüsse, Mandeln und Pinienkerne enthalten ebenfalls viel Ölsäure.

 


Ernährungsumstellung kann Prostata-Krebs ausbremsen

Dr. Dean Ornish war Initiator einer Studie bei der Männer mit Prostatakrebs, die keine Operation oder sonstige konventionelle Behandlung wollten, ihre Ernährung umstellten. Sie aßen ausschließlich vegan und fettarm, fanden diese Ernährungsweise aber keineswegs unangenehm oder schwierig. Der Erfolg war eindeutig. Der Krebs war nicht nur gestoppt sondern die Tumore bildeten sich teilweise um bis zu 70% zurück, wie Dr. Ornish in einem Vortrag erläuterte. Die PSA-Werte sanken, in der Kontrollgruppe stiegen sie an. Auch nach zwei Jahren ließ sich das gute Ergebnis bestätigen.

1: Frattaroli J, Weidner G, Dnistrian AM, Kemp C, Daubenmier JJ, Marlin RO, Crutchfield L, Yglecias L, Carroll PR, Ornish D. Clinical events in prostate cancer lifestyle trial: results from two years of follow-up. Urology. 2008
Dec;72(6):1319-23. Epub 2008 Jul 7. PubMed PMID: 18602144.


Neue Termine

Am 14.2. ist wieder der Tag der Verliebten und weil das Herz als Symbol dafür steht, möchte ich über die Möglichkeiten für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem berichten. ‘Ernährungstherapie bei Bluthochdruck und Herzerkrankungen‘ findet am Sonntag, den 12. Februar um 11 Uhr online statt und richtet sich an alle, denen ein gesundes Herz wichtig ist. Hier können Sie sich direkt anmelden.

Bevor das Online Seminar ‘Grundlagen der Homöopathie und Anwendung der homöopathischen Hausapotheke’ startet, gibt es noch einen letzten Einführungsvortrag. Dieser findet am 13. Februar um 19 Uhr statt. Der Titel lautet “Homöopathie – (wie) geht das wirklich?“. Der Vortrag ist kostenlos, aber Sie müssen sich dazu anmelden, um die Zugangsdaten zu erhalten.

Wenn Sie sich inspiriert fühlen, Ihre Ernährung zu verbessern, dann können Sie mit mir darüber sprechen: ‘Gesunde Ernährung im Alltag‘ heißt das neueste Webinar, das nicht nur Gesundheitsinformationen bietet, sondern auch die praktische Umsetzung nicht vernachlässigt. Der erste Termin ist am 17. Februar um 18:30 Uhr. Hier geht es zur Direkt-Anmeldung.

Alle Online-Termine finden Sie jetzt auch in meiner Edudip-Akademie


Ich freue mich, wenn Sie die Informationen über diesen Newsletter und natürlich die Vorträge und Seminare weiterempfehlen. Ebenso sind mir Ihre Anregungen und Kritik immer willkommen.

Herzlichst

Frauke Girus-Nowoczyn

PS: Allen neuen Abonennten noch ein herzliches Willkommen. Die früheren Ausgaben des Newsletters finden Sie jetzt hier: https://www.fragino.de/newsletter-archiv/

PPS: Keine der in diesem Newsletter genannten Informationen ersetzt eine persönliche Beratung durch fachkundige Menschen, die mit alternativmedizinischen Methoden und der veganen Ernährungsweise selbst Erfahrungen gesammelt haben. Zögern Sie nicht, nachzufragen. Wenn Sie den Newsletter nicht mehr empfangen möchten, genügt ein kurze Email an mich.