Frisch aufgegabelt – 02/2010

Frisch Aufgegabelt!

Denkanstöße für ein gesünderes, ganzheitliches Leben

In dieser Ausgabe

  • Vegane Festmenüs
  • Rezepte
  • Licht in der Dunkelheit
  • Vegane Weihnachtsgeschenke
  • Neuer Film auf DVD

 

Vegane Festmenüs

Präsident Obama begnadigt an Thanksgiving traditionell einen Truthahn. Vielleicht sollten wir das an Weihnachten mit der Gans auch einmal tun? Manche glauben, dass die festliche Atmosphäre darunter leiden würde. Aber stellen wir uns einmal vor…

… die ganze Familie ist um den Tisch versammelt, Kerzenschein von reinen Bio-Stearinkerzen verbreitet gemütliche Stimmung. Ein Nussbraten im Blätterteigmantel verbreitet seinen Duft, traditionelle Gemüse wie Rotkohl und Rosenkohl wurden dieses Jahr mit Pflanzenölen statt Schmalz zubereitet und das Kartoffelpüree mit Sojamilch und einer Bio-Margarine ohne Palmöl oder künstlich gehärtete Fette. Die Vorspeise bestand aus einem außergewöhnlichen Wintersalat mit roter Bete und Orangenfilets, zum Nachtisch gibt es eine köstliche Orangencreme. Der Christstollen und alle Kekse sind ohne Butter, Eier oder Milch gebacken und trotzdem so leicht und locker, dass es niemand merkt. Schließlich tritt Stille ein und eine/r spricht es aus: „Ich hätte nie gedacht, dass man Weihnachten auch ohne Tierleid feiern könnte. Danke, dass ich diese Erfahrung machen konnte.“

Eine Utopie? Das entscheiden Sie. Ich mache das seit Jahren und habe obigen Satz in verschiedenen Abwandlungen schon öfter gehört.

Vegane Rezepte und ein Backkurs für ganz Kurzentschlossene

Rezepte für alle Gelegenheiten finden Sie beim Rezeptefuchs.

in der Nähe von Berlin wohnt, kann am 4. Dezember noch schnell an einem Backkurs teilnehmen und sogar sein eigenes veganes Lebkuchenhaus bauen und mit nach Hause nehmen. 

Das ist zu weit? Zu kurzfristig? Hier zum Trost ein kleines Rezept von mir. Dieses Kokostaler sind schnell gemacht und so lecker, dass ich sie bisher noch nicht einmal fotografieren konnte…

Zutaten

  • ¼ Tasse Agavendicksaft
  • 150 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Mandelmus
  • 200 g Kokosraspeln
  • ½ Tasse Vollkornmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Vanillezucker

Zubereitung

Agavendicksaft, Salz, Vanille, Mandelmus und Wasser gut miteinander verquirlen.

Mehl, Backpulver und Kokosraspeln miteinander vermischen und mit den flüssigen Zutaten zu einem dicken Brei vermischen.

Mit zwei Löffeln portionsweise abstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Ich finde sie besonders angenehm, wenn sie nicht glattgestrichen sind, sondern etwas „stachelig“ aussehen. Dann werden sie außen knusprig und innen weich, ähnlich wie Kokosmakronen.

Bei 150 °C ca. 15-20 Min. lang abbacken, bis die Taler goldbraun sind.

Weitere Rezepte zum weihnachtlichen Backen gibt’s auf der Website von PETA: http://www.peta.de/web/veganebackrezepte.2910.html

Dort wird immer wieder von Ei-Ersatz gesprochen. Für mich ist der beste Ei-Ersatz zum Backen Sojamehl.

Die Geheimformel? 1 Esslöffel Sojamehl + 2 Esslöffel Wasser = 1 Ei

 

Die ganze Finsternis der Welt kann nicht das Licht einer einzigen Kerze auslöschen!

Der Dezember und die ganze Winterzeit mögen ja manchmal kalt, dunkel und einsam erscheinen. Aber sie bieten uns auch die Möglichkeit, uns nach innen zu wenden, eine Bestandsaufnahme unserer Befindlichkeiten zu machen. Gerade die kommenden Wochen mit ihren Festlichkeiten laden ein zur Besinnung auf das Wesentliche in unserem Leben, dazu, eine bessere Beziehung zu uns selbst aufzubauen. Ich lade Sie ein, sich die folgenden Fragen zu stellen:

Was bin ich bereit zu tun für eine „bessere Welt“? Will ich ein Licht in der Dunkelheit sein? Wie steht es um mein Mitgefühl mit anderen Wesen – menschlichen oder nicht? Wie kann ich die Dunkelheit und Kälte und das Mysterium des Winters nutzen, um mich auf einer tieferen Ebene zu nähren, durch die Wahl meiner Nahrungsmittel, meiner Lebensgewohnheiten? Wohin will ich, wo stehe ich und welcher Schritt muss als nächstes gegangen werden?

Wenn wir uns jetzt mit diesen Fragen beschäftigen, werden wir, wenn der Frühling kommt, wacher sein, geerdet und bereit zu neuem Wachstum. So gesehen ist die dunkle Jahreszeit ein Geschenk und eine Zeit der Entdeckung neuer Möglichkeiten.

 

Vegane Weihnachtsgeschenke

Ich bin gar nicht so erpicht darauf, dem allgemeinen Schenkwahn zu folgen und die folgenden Dinge sind auch nicht auf Weihnachten beschränkt. Man kann sich auch selbst damit beschenken 😉 Auf jeden Fall sind sie vegan und ethisch vertretbar…

Vegane Pralinen

Ich fange mal mit dem Genuss an. Vegane Pralinen kann man natürlich selbst machen, aber es ist viel Arbeit und so professionell wie bei der "Schokoladenprinzessin" sieht es dann doch nicht aus. Hier gibt es hochfeine Confiserie und jetzt auch ein spezielles Weihnachtsangebot. Auch für den Rest des Jahres findet man verführerische Geschenke, besonders die Pumps finde ich einfach genial. Für Frauen, die Schuhe sammeln 😉

Ethischer, veganer, umweltfreundlicher Schmuck

Nanu? Solche Anforderungen an Schmuck? Wer sich einmal damit beschäftigt hat, weiß, wie sehr z.B. die Goldsuche unsere Umwelt mit hochgiftigen Chemikalien belastet.

Kerstin Laibach verwendet für ihre Kreationen nur recyceltes Gold und Silber. Chemisch gefährliche und umweltbelastende Herstellungstechniken sind tabu, ebenso Tierderivate. 10% der Erlöse gehen direkt an den Tierschutz. Ein schönes Konzept und wunderschöne Schmuckstücke. Alles Handarbeit, keine Massenware.

 

Ein neuer Film

Buchempfehlungen gibt es auf der Website unter Ressourcen. Einen sehr beeindruckenden Film möchte ich Ihnen noch empfehlen. Food Inc. ist vor Kurzem auf Deutsch erschienen und hier erhältlich.

 

Bis zum nächsten Mal wünsche ich Ihnen eine gute Zeit.

Herzlichst

Frauke Girus-Nowoczyn