Frisch aufgegabelt 07/2011

Frisch Aufgegabelt!

Denkanstöße für ein gesünderes, ganzheitliches Leben

In dieser Ausgabe

  • Ernährungstherapie bei Neurodermitis
  • Milch bald verschreibungspflichtig?
  • Neue Seminare und Termine

Unterschwellig habe ich wohl nicht allein die ganze Zeit darauf gewartet, dass der Sommer doch noch dauerhaft kommen möge, doch nun werden die ersten Herbstzeichen in der Natur schon sehr deutlich und der Blick auf den Kalender lässt letzte Hoffnungen schwinden.

Viel Zeit zum in der Sonne sitzen hätte ich sowieso nicht gehabt. Seit Juli läuft der Pilotkurs von „Vegan – aber richtig!“ einmal wöchentlich live im Internet, was mir sehr viel Freude macht. Mit Vorurteilen aufzuräumen und fundierte Informationen zu gesunder, rein pflanzlicher Ernährung zu liefern, gehört nun einmal zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Voraussichtlich im Oktober wird es den ersten öffentlichen Kurs geben.

Der Spiegel brachte vor Kurzem einen Artikel über eine junge Frau, die seit der Kindheit unter Neurodermitis litt und erst nach vielen Leidensjahren ihre Krankheit überwand, weil sie auf Milch und Eier verzichtete. “Ich habe Ärzten allzu sehr vertraut und bei der Ursachenforschung den Punkt Ernährung ausgeblendet, weil die Ärzte sagten, das sei kein entscheidender Faktor”. Damit dieses Leid anderen erspart bleibt, möchte ich hier zusammenfassen, was Alternativmedizinern eigentlich geläufig sein müsste.

Wer sich mit Milch beschäftigt, landet sehr schnell beim Thema Diabetes. Mehr dazu in den Terminen und im nächsten Newsletter.

Ernährungstherapie bei Neurodermitis

Neurodermitis hat viele Namen und oft werden Hautkrankheiten als Neurodermitis betitelt, die gar keine ist.

Neurodermitis ist keine Hautkrankheit. Auch wenn sich die Symptome auf der Haut zeigen, handelt es ich tatsächlich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die Symptome auf der Haut produziert. Deshalb wird sie auch häufig als endogenes Ekzem bezeichnet, also ein Hautausschlag, der von Innen kommt. Es gibt Dutzende weitere Bezeichnungen für diese Erkrankung.

Neurodermitis ist eine Autoimmunerkrankung und hängt stark mit dem Verzehr von Tierprodukten, insbesondere von Milch zusammen. Eine der ersten Maßnahmen sollte daher sein, auf Milchprodukte und Eier zu verzichten, möglichst aber auf alle Nahrungsmittel tierischer Herkunft. Das ist übrigens überhaupt keine neue Erkenntnis, es ist nur immer wieder erschütternd, wie wenig Ärzte darum wissen.

Dass Menschen keine Tiermilch, insbesondere keine Kuhmilch vertragen sieht man bereits an kleinen Babys. Der Milchschorf sollte schon das erste Alarmzeichen sein. „Aber er tritt doch auch bei vollgestillten Babys auf, die gar keine Kuhmilch bekommen“, wird oft gesagt. Das liegt ganz einfach daran, dass die Kuhmilchproteine über die Muttermilch in den kindlichen Organismus gelangen. Milchschorf ist das erste Bemühen des Körpers, dieses Fremdeiweiß wieder loszuwerden. Neurodermitis ist übrigens nur eine der möglichen Folgen dieser Konfrontation der Kleinsten mit Milcheiweiß. Eine andere ist z.B. der juvenile Diabetes, heute Diabetes Typ-1 genannt.

Die Vererbung wird immer wieder herangezogen, um Menschen in einer Haltung zu bestärken, in der sie sich als das Opfer ihrer Gene sehen. Doch Vererbung kann höchstens ein Puzzleteil im Ganzen sein. Aus Studien über Prostatakrebs und vegane Ernährung wissen wir, dass sich die Genexpression durch die Ernährung verändert. Gene sind nämlich sozusagen kleine Schalter, die ein- oder ausgeschaltet werden können. Eine vegane Ernährung, die auf krankheitsauslösende Stoffe verzichtet, beeinflusst auch unsere Gene zum Positiven. Das wurde von dem amerikanischen Arzt Dean Ornish in einer klinischen Studie belegt. Junge Menschen können also auch für ihre eigenen Nachkommen vorsorgen, indem sie sich idealerweise schon zwei Jahre vor einer geplanten Schwangerschaft rein pflanzlich ernähren.

Dass Neurodermitis eine Erkrankung der Nerven ist, sieht man auch daran, dass eine neue „Wundercreme“ mit Vitamin B12 als Inhaltsstoff sehr gut Erleichterung bringt. Vitamin B12 ist für die Nerven ein unverzichtbarer Wirkstoff. Man sollte also neben einigen anderen Parametern unbedingt die Blutwerte darauf testen lassen und falls nötig ein Ergänzungsmittel einnehmen. Häufig liegt jedoch ein geschädigter Darm und damit eine zumindest verminderte Aufnahmestörung vor, deshalb ist es wichtig, den Test nach ein paar Monaten zu wiederholen. Sollten sich die Speicher nicht aufgefüllt haben, sind wahrscheinlich Injektionen nötig. Achtung: der Vitamin B12-Mangel ist kein veganes Problem, sondern betrifft weite Teile der Bevölkerung, auch Fleischesser.

Menschen, die an Neurodermitis erkranken und ihre Haut mit Kortison-haltigen Salben behandeln, erreichen oft, dass die Haut wieder schön aussieht. Doch sehr häufig entstehen ein paar Monate danach Asthma oder Heuschnupfen. Das ist der sogenannte Etagenwechsel, in der Homöopathie nennen wir es Unterdrückung der lokalen Symptome, was ein Tiefergehen der Erkrankung bewirkt. Auch diese Erkrankungen lassen sich durch eine Ernährungsumstellung häufig noch rückgängig machen.

Eine vielfältige, gut geplante rein pflanzliche Ernährung ist also ein unverzichtbarer Schritt zur Verhinderung und Heilung von Neurodermitis.

Link zum Spiegel-Artikel: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,780722,00.html


Wird Milch bald verschreibungspflichtig?

Forscher der Universität von Jaén (Spanien) haben ein besonders sensibles Verfahren zum Aufspüren von Medikamentenrückständen in Milch entwickelt. Dabei machten sie erstaunliche Entdeckungen. 20 Medikamentenrückstände und Hormone konnten nachgewiesen werden. Untersucht wurden Kuhmilch in ihren verschiedenen Formen (Vollmilch, entrahmte Milch, Milchpulver), Ziegenmilch und menschliche Muttermilch.

Manche der gefundenen Wirkstoffe stammen ausschließlich aus der Tiermedizin. Die meisten jedoch sind uns durchaus auch aus der Humanmedizin bekannt. Wenn sie nicht direkt in der Tiermedizin eingesetzt werden, gelangen sie in die Nahrungskette der Tiere durch Klärschlamm auf Flächen zur Tierfutterproduktion und verunreinigtes Trinkwasser. Unsere Kläranlagen sind nicht in der Lage, die Rückstände aus Rheumamitteln, Antibabypillen und Antibiotika aus dem Abwasser herauszufiltern.

Auch menschliche Muttermilch ist daher nicht frei von Medikamenten, die die Mutter entweder selbst eingenommen oder eben durch Milchprodukte und verunreinigtes Trinkwasser zu sich genommen hat.

Auf Kuhmilch und alle Milchprodukte zu verzichten bedeutet also keinen 100%igen Schutz aber eine deutliche Verringerung des Risikos für unsere Kinder.

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass das tierliche Eiweiß aus der Milch mit der Entstehung und Förderung von Krebs (z.B. Prostatakrebs) in Verbindung steht. Milch enthält noch weitere natürliche Hormone, die dem Insulin ähneln und bei der Entstehung von Diabetes im Kindesalter eine Rolle spielen könnten.

Welche Medikamente im einzelnen gefunden wurden können Sie hier nachlesen >>> klick


Neue Termine

Alle Termine finden Sie natürlich auch auf meiner Website: https://fragino.de


Ich freue mich, wenn Sie die Informationen über diesen Newsletter und natürlich die Vorträge und Seminare weiterempfehlen. Ebenso sind mir Ihre Anregungen und Kritik immer willkommen.

Herzlichst

Frauke Girus-Nowoczyn

PS: Allen neuen Abonennten noch ein herzliches Willkommen. Die früheren Ausgaben des Newsletters finden Sie jetzt hier: https://www.fragino.de/newsletter-archiv/

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