Frisch aufgegabelt 03/2011


Frisch Aufgegabelt!

Denkanstöße für ein gesünderes, ganzheitliches Leben

In dieser Ausgabe

  • Dioxin ist nur die Spitze des Eisbergs
  • Bionade nicht mehr Bio
  • Neue Termine
  • Wir haben es satt! Demobericht
  • Abnehmen: Wahl der Nahrungsmittel wichtiger als Bewegung
  • Newsletter-Archiv online

Dioxin ist nur die Spitze des Eisbergs

So unangenehm der Dioxin-Skandal ist – es ist nicht der erste, der Deutschland erschüttert und in einigen Wochen wird wieder Ruhe herrschen. Laut Udo Vollmer. Lebensmittelchemiker, ist das sowieso alles nur halb so schlimm, weil “Dioxine in der Natur überall vorkommen” und “Bio-Eier aus Freilandhaltung viel stärker belastet sind als die beanstandeten Eier aus Käfighaltung”. Dass kein einziger Bio-Betrieb gesperrt wurde, stört solche Manipulatoren nicht.

Genau, Dioxine kommen doch überall vor, da muss man sich doch nicht aufregen, wenn sie auf fast schon kriminell zu nennende Weise dem Tierfutter beigemengt werden. Sägemehl kommt auch überall vor, deshalb darf man daraus gewonnene Frucht-Aromen ja auch als “natürlich” bezeichnen. Und Tiere sind ja nur “Nutzvieh”, das muss man nicht artgerecht füttern, wenn man anders mehr Profit erzielen kann.

Die Liste der in Deutschland verbotenen Zusatzstoffe in Tierfutter findet auf anderthalb Seiten Platz; es sind im Wesentlichen Kot, Urin, Blutmehl von Wiederkäuern und Hanf. Satte 118 Seiten lang ist hingegen die Liste der 904 erlaubten Stoffe, die in der “Verordnung 916.307.1 über die Produktion und das Inverkehrbringen von Futtermitteln, Zusatzstoffen für die Tierernährung, Silierungszusätzen und Diätfuttermitteln” des Bundes aufgezählt sind.

Doch längst nicht alles, was zugelassen ist, ist unbedenklich. Ethoxyquin (E 324) zum Beispiel, … ist ab einer gewissen Menge für Mensch und Tier gesundheitsschädigend. In Nahrungsmitteln für Menschen ist Ethoxyquin deshalb verboten, für Tiere dagegen ist es erlaubt. Einen Grenzwert, wie viel dieses giftigen Stoffs maximal in tierischen Lebensmitteln als Rückstand zurückbleiben darf, gibt es nicht.

Die letzten beiden Absätze sind Zitate aus einem sehr lesenswerten Artikel mit dem Titel “Ungesundes Tuning für das Vieh“. Klicken Sie auf den Titel, um den ganzen Artikel zu lesen.

Bionade nicht mehr Bio

Bionade ist zwar auch stark zuckerhaltig, im Vergleich mit anderen Softdrinks aber vertretbar. Der Siegeszug der Marke war für mich ziemlich beeindruckend. Bionade hat auch immer die Bewegung gegen die Agro-Gentechnik unterstützt. Damit ist es nun vorbei.

Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker hat die Firma aufgekauft und da er schlecht Unterstützung gegen seine eigenen Praktiken zulassen kann, ist das Engagement von Bionade in diesem Bereich sang- und klanglos beendet worden. Das Ganze ging so leise vor sich, dass es die Umweltaktivisten erst zu Beginn der Demo vom 22. Januar bemerkt haben, als die Bionade für die Fahrer der Trecker ausblieb, die sonst immer gespendet wurde.

Die taz interviewte den Geschäftsfüher, Peter Kowalsky: “Wir haben unsere Sponsoring-Strategie zugespitzt auf Kinder und Jugendliche mit dem Fokus Sport, Bewegung, Gesundheit und Kultur”, sagte dieser.

Im Klartext heißt das: auch die Unterstützung für das “Rock for Nature” Konzert gegen Gentechnik wurde gestoppt, das seit 2008 gesponsort wurde. Dafür unterstützt die Firma jetzt “Jugend trainiert für Olympia”.

Mir persönlich reicht das, um Bionade von meiner Einkaufsliste zu streichen. Gott-sei-Dank braucht unsere Organismus so etwas nicht und wer doch ab und zu davon trinken möchte, kann auf gesunde Alternativen ausweichen, die keine Gentechnik unterstützen, z.B. BioZisch von Voelkel und die Fritz-Limo von Alnatura.

Neue Termine

Die kostenlosen Online-Vorträge im Internet kommen gut an und ich habe mich sehr über all die positiven Rückmeldungen gefreut. Der nächste Vortrag findet am Montag den 31. Januar um 19 Uhr statt, dann wieder am Dienstag, den 15. Februar. Wie immer können Sie sich kostenlos anmelden, kostenlos teilnehmen und anschließend entscheiden, ob Ihnen die Informationen, die Sie bekommen haben, so gut gefallen haben, dass Sie meine Arbeit mit einem kleinen Beitrag unterstützen wollen, denn ich habe Kosten für die Technik und viel Zeit investiert. Hier erfahren Sie mehr darüber und können sich auch anmelden: https://www.fragino.de/events/online-vortrag/

Vielleicht fragen Sie sich aufgrund des Vortrags-Titels:

Was kann – und was sollte man über Ernährung lernen?

Wir können nicht auf jedem Gebiet Experten sein. Im Bereich Ernährung gibt es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die dem Gesundheitsministerium zur Seite steht und uns sagt, was wir essen sollen. Jede_r Arzt verweist darauf. Gleichzeitig explodiert jedoch unser Gesundheitssystem, weil die chronischen Krankheiten immer mehr zunehmen. Ungefähr jedes dritte Kind ist krank – Neurodermitis, AD(H)S, Allergien, Asthma, Fettleibigkeit, Diabetes, etc. nehmen ständig zu und Gesundheit im Alter scheint so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn.  Die DGE bezieht ihre Informationen aus „wissenschaftlichen Forschungen“. Dazu siehe den ersten Artikel in diesem Newsletter.
Hier setzt der kostenlose Vortrag „Gesunde Ernährung kann man lernen“ an. Sie erhalten einen Überblick darüber, wie die Ernährung sich auswirkt: auf den Körper, auf Krankheiten, aber auch auf die Umwelt. Sie erfahren, was die Natur als Ernährung für uns vorgesehen hat, welche Krankheiten durch eine falsche Ernährung entstehen oder verschlimmert werden und verstehen diesen Mechanismus anhand des Beispiels von Diabetes Typ-1.

Ohne großartig in die Einzelheiten des Bedarfs an einzelnen Nährstoffen einzusteigen, lernen Sie, wie Sie Erkrankungen durch eine Ernährungsumstellung nicht nur vorbeugen, sondern in ihrem Verlauf oft sogar rückgängig machen können. Alle Informationen sind sofort umsetzbar*.

Wenn Sie schon teilgenommen haben und auch begeistert waren, leiten Sie die Einladung zu diesen Vorträgen doch an Freunde und Bekannte weiter.

* Es werden keine Nahrungsergänzungsmittel angepriesen oder verkauft.

Weitere Online-Vorträge und Seminare finden Sie im Terminkalender auf www.fragino.de

Wir haben es satt!

Waren Sie bei der Demo in Berlin am 22. Januar? Über 22.000 Menschen sind auf die Straße gegangen, um gegen Gentechnik in Nahrungsmitteln, gegen Tierfabriken und Dumpingexporte zu protestieren. Es war die größte Demo dieser Art bisher und zeigt, dass sich ein Wandel in der Bevölkerung vollzieht. Ein Video von der Demo können Sie hier anschauen.

Abnehmen: Wahl der Nahrungsmittel wichtiger als Bewegung

Die Nahrungsaufnahme hat eine größere Auswirkung auf den Erfolg beim Abnehmen als Sport. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im International Journal of Obesity, die in der Januar-Ausgabe veröffenltich wurde. Natürlich ist Bewegung wichtig für die Gesundheit, das steht außer Frage, aber Tatsache ist: Kinder (und Erwachsene) können nur abnehmen, wenn sie ihre Ernährung verändern. Allein durch Bewegung und Sport, wird kein dauerhafter Erfolg erzielt.

Das erscheint nur logisch, wenn man sich vor Augen führt, dass eine Stunde Radfahren 240 Kalorien verbrennt. Eine kleine Portion Pommes Frites, die in weniger als 5 Minuten verzehrt ist, hat fast genausoviele Kalorien und enthält zusätzlich noch ungesunde Fette.

Quelle: Int J Obes. 2011 ;35:33-37

Newsletter-Archiv online

Alle vergangenen Newsletter finden Sie jetzt hier: https://www.fragino.de/newsletter-archiv/

Ich freue mich, wenn Sie die Informationen über diesen Newsletter und natürlich die Vorträge und Seminare weiterempfehlen. Ebenso sind mir Ihre Anregungen und Kritik immer willkommen.

Herzlichst

Frauke Girus-Nowoczyn

PS: Allen neuen Abonennten noch ein herzliches Willkommen.

PPS: Keine der in diesem Newsletter genannten Informationen ersetzt eine persönliche Beratung durch fachkundige Menschen, die mit alternativmedizinischen Methoden und der veganen Ernährungsweise selbst Erfahrungen gesammelt haben. Zögern Sie nicht, nachzufragen.

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