Frisch aufgegabelt 01/2011

Frisch Aufgegabelt!

Denkanstöße für ein gesünderes, ganzheitliches Leben

In dieser Ausgabe

  • Vitamin D – vollkommen unterschätzt
  • Neues in eigener Sache
  • Wie die USA für Genmais kämpfen

 

Ein gesundes Neues Jahr und die Chance, es besser zu machen

Das wünsche ich Ihnen und uns allen. Möge 2011 das Jahr der neuen Wege sein – das Jahr, in dem wir den Mut haben, Dinge zu ändern, von denen wir schon lange irgendwie spüren, dass sie nicht mehr zu uns passen.

Gestern las ich: “Wer dauerhaft glücklich sein will, muss sich ständig verändern”. Ich finde, das ist ein schönes Motto für dieses Jahr.

 

Vitamin D – vollkommen unterschätzt

Vitamin D wird auch das Sonnenschein-Vitamin genannt, da es nicht direkt durch die Nahrung aufgenommen werden kann, sondern seine Vorstufen bei Sonneneinstrahlung in verwertbares Vitamin D umgewandelt werden. Es ist unverzichtbar für die Calcium-Aufnahme – ein Vit. D Mangel ist bekannt dafür, eine Knochenerweichung auszulösen. Bei Kindern nennt man das Rachitis, bei Erwachsenen heißt es Osteomalazie und ist recht schmerzhaft.

Doch Vitamin D ist an vielen weiteren Vorgängen im Körper beteiligt und beschränkt sich nicht auf die Knochendichte. Es unterstützt unser Immunsystem, indem es die weißen Blutkörperchen stärkt, die uns gegen Bakterien schützen. Darüber hinaus hat es entzündungshemmende Wirkung. Auch unsere psychische Gesundheit, besonders Depressionen und natürlich die klassische Winterdepression sind mit einem Mangel an Vitamin D in Verbindung gebracht worden. Weitere Erkrankungen, die durch einen Vit.D-Mangel negativ beeinflusst werden sind Bluthochdruck, Arteriosklerose, Diabetes, Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose), Osteoporose und verschiedene Krebsarten. Die deutlichsten Forschungsergebnisse gibt es derzeit bei Brustkrebs, Lungenkrebs und Prostatakrebs. Bei letzerem verstärkt ein Vitamin D Mangel die Knochenmetastasierung.

Was können Sie tun?

In unseren Breitengraden reicht es leider nicht, zu sagen: gehen Sie täglich eine halbe Stunde nach draußen in die Sonne. Auch wenn Bewegung an der frischen Luft aus den verschiedensten Gründen sehr gesund und empfehlenswert ist, ist es uns gerade im Winter nicht möglich, genügend Hautfläche der Sonne auszusetzen. Aber auch zu anderen Jahreszeiten schützen sich die Menschen mit Lichtschutzfaktoren gegen die negativen Auswirkungen der Sonne (z.B. Hautkrebs), verhindern dadurch jedoch die Vitamin D Synthese.

Lassen Sie Ihren Vit. D Status beim nächsten Arztbesuch überprüfen. Diese Leistung wird leider von den meisten Krankenkassen nicht bezahlt, aber es ist eine gute Investition in Ihre Gesundheit. Getestet wird der Wert 25(OH)D. Er zeigt an, wieviel Vitamin D3 in Ihrem Körper gespeichert ist. Der Normwert wird von den Laboratorien unterschiedlich festgesetzt, liegt meist bei 10-20 µg/l. Tatsächlich sollte er aber zwischen 20 und 30 µg/l liegen. Die Obergrenze liegt je nach Jahreszeit zwischen 50 und 120 µg/l.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Vit-D Spiegel zu niedrig ist, liegt bei 90%. Vermutlich bekommen Sie dann von Ihrem Arzt ein Rezept für ein Kombinationspräparat aus Vit.D und Calcium, bei dem der Vit. D-Anteil bei 400 IE (Internationale Einheiten) liegt, das entspricht 10 µg.

Das wird das Problem nicht lösen. Bei Sonneneinstrahlung generiert der Körper in 15-20 Minuten 10.000 IE, das ist auch die Mindestmenge, die wir brauchen, um einen Mangel auszugleichen. Wir können aber auch 25.000 IE täglich nehmen, bis der Mangel ausgeglichen ist. Diese Zahlen basieren auf internationalen Forschungen – die DGE hat es 2010 gerade versäumt, ihre Empfehlung von 400 IE heraufzusetzen, die nur auf der Vermeidung von Rachitis beruht und die Erkenntnisse der letzten Jahre bezüglich der oben genannten Erkrankungen nicht in Betracht zieht. Diesen Kenntnisstand dürfen Sie auch bei Ihrem Arzt voraussetzen.

Eine hervorragend Quelle von Vit. D2 heißt Stérogyl, kommt aus Frankreich und ist spottbillig. Dort wird es rezeptfrei abgegeben. Vit. D2 wird ohne Sonneneinstrahlung im Körper zu Vit. D3 umgewandelt. Leider kann man es von Deutschland aus nicht direkt bestellen, aber es gibt eine Apotheke, die es importiert und über die man es beziehen kann. Aus rechtlichen Gründen befindet sich ein Aufkleber darauf: “Tagesdosis 1-2 Tropfen”. 1 Tropfen entspricht 400 IE. Um die 10.000 IE zu bekommen, die wir durch Sonneneinstrahlung generieren würden (wenn wir denn an einem Smogfreien Ort am Äquator leben würden), brauchen wir also 25 Tropfen.

Ich geben hier keine allgemeingültige Dosierungsempfehlung ab, sondern überlasse es Ihnen, aus den genannten Informationen Ihre eigene Entscheidung zu treffen. Wer möchte, kann Stérogyl bei der Hanauerland-Apotheke einfach per Email bestellen: . Das Fläschchen mit 20 ml, das sind 1000 Tropfen kostet 2,50 Euro, zzgl. Versand. Bei einer Supplementierung mit 25 Tropfen zum Ausgleich eines deutlichen Mangels, reicht ein solches Fläschchen also 40 Tage. Die Tageserhaltungsdosis sollte dann laut internationalen Forschungsergebnissen je nach Größe und Gewicht zwischen 2000 und 5000 IE liegen, das sind 5-12 Tropfen.

Vergessen Sie nicht: Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Wenn Sie es bereits morgens in Ihrem Smoothie nehmen, fügen Sie einen winzigen Tropfen Öl hinzu.

Die Gefahr einer Überdosierung besteht nicht, wenn Sie die 25 Tropfen während des Mangelausgleichs nicht überschreiten und alle drei Monate den Laborwert überprüfen lassen, bis Sie den Mangel ausgeglichen und Ihre persönliche optimale Tagesdosis ermittelt haben. Ich habe von seltenen Fällen einer Überempfindlichkeit gelesen, die sich genau wie eine Überdosierung manifestiert. Die Symptome sind: Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Abmagerung, Erbrechen, übermäßiges Urinieren, starker Durst, hoher Blutdruck (höher als vorher).

Bei Menschen mit fortgeschrittenen funktionalen Erkrankungen, wie z.B. chronischem Nierenversagen, darf auf keinen Fall im “Selbstversuch” agiert werden. Ich wünsche Ihnen einen verständnisvollen Arzt oder Ärztin, der oder die Sie durch angemessene Labortests und eine offene Haltung unterstützt.

 

Neues in eigener Sache

Haben Sie sich auch vorgenommen, sich 2011 besser um Ihre Gesundheit zu kümmern? Dann können Sie gleich damit anfangen: am 5. Januar um 19 Uhr starten meine neuen Online-Vorträge und Seminare.

Treffen Sie mich in einem virtuellen Seminarraum ganz entspannt von Zuhause aus. Keine Fahrzeiten, kein Glatteis, kein Stress. Die technischen Voraussetzungen sind denkbar einfach: ein Computer mit Internetanschluss und Ton.

Der Titel dieses Vortrags lautet: “Gesunde Ernährung kann man lernen.” Wir sprechen über die Auswirkungen der Ernährung auf unsere Gesundheit und auf die Welt. Sie bekommen ganz wie in einem “normalen” Vortrag die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen und ich werde mich bemühen, alle zu beantworten. Wenn Sie über eine Kamera und ein Headset verfügen, können Sie evtl Ihre Frage per Sprach- und Bildübermittlung an mich formulieren, ansonsten geht das über ein kleines Chatfenster, das die ganze Zeit über eingeblendet bleibt.

Weitere Informationen lesen Sie hier >>> klick. Dort können Sie sich auch einen kleinen Videoclip anschauen, sodass Sie besser wissen, was Sie erwartet.

Wenn Sie glauben, so gut über Ihre Ernährung Bescheid zu wissen, dass Sie keine weiteren Informationen brauchen, dann testen Sie doch mal Ihr wissen in meinem neuen Quiz >>> klick.

Weitere Vorträge und Seminare sind gerade in Vorbereitung, ich werde Sie natürlich auf dem Laufenden halten. Sie können auch jederzeit den Terminkalender auf www.fragino.de konsultieren.

 

Wie die USA für Genmais kämpfen

In unseren offiziellen Medien wird ja ständig behauptet, Wikileaks habe nur unwesentliche Informationen bekannt gegeben. Doch das stimmt nicht. Dieser Plattform haben wir es zumindest teilweise zu verdanken, dass wir jetzt erfahren, was die USA in den letzten Jahren unternommen haben, um die Zulassungen von Genmais voranzutreiben.

Lesen Sie den ganzen Artikel hier >>> klick.

Sind Sie ein Fan von Wortspielen? Dann schauen Sie doch mal, was herauskommt, wenn man in dem Wort Genmais nur den Platz von 2 Buchstaben vertauscht… (Lösung ganz ganz unten).

 
Mit diesem kleinen Augenzwinkern verabschiede ich mich für heute von Ihnen. Bleiben Sie gesund, denken Sie an Ihre guten Vorsätze und vielleicht sehen wir uns ja am 5. Januar.

Herzlichst

Frauke Girus-Nowoczyn

PS: Allen neuen Abonennten noch ein herzliches Willkommen.

PPS: Keine der in diesem Newsletter genannten Informationen ersetzt eine persönliche Beratung durch fachkundige Menschen, die mit alternativmedizinischen Methoden und der veganen Ernährungsweise selbst Erfahrungen gesammelt haben. Zögern Sie nicht, nachzufragen.

Die Lösung: Genmais  –> Gen-Amis  🙂