Die Heilkraft der Ernährung

Drei bis sechsmal täglich beeinflussen wir durch unsere Ernährung unseren Stoffwechsel. Stoffwechsel bedeutet nichts anderes, als sich Fremdes zu eigen zu machen und Überflüssiges oder Schädliches zu eliminieren. Der Satz “Du bist, was Du isst” drückt das sehr klar aus. Jede Zelle Ihres Körpers ist aus dem aufgebaut, was Sie essen und trinken. Je hochwertiger, nährstoffreicher und vielfältiger, desto besser.

Eure Nahrungsmittel sollen Eure Medizin sein

Dieser Satz wird Hippokrates zugeschrieben. Er zeigt, dass sich seit der Antike alle Gelehrten darüber im Klaren waren, dass nichts uns so nachhaltig beeinflusst, so direkt für Gesundheit oder Krankheit verantwortlich sein kann, wie die Ernährung. Zumal sie bei uns einen extrem hohen Stellenwert bekommen hat. Wir wollen nicht nur satt werden, sondern wir erwarten auch Genuss und oft Selbstoptimierung von der Ernährung. Gleichzeitig gab es noch nie so viele verschiedene Ernährungsmoden, die sich teilweise völlig widersprechen.  

Fakt ist: Etwa 70% der Menschen in Deutschland sterben an Krankheiten, die durch ihre Ernährung ausgelöst oder verschlimmert wurden. Ältere Menschen finden es normal, chronisch krank zu sein, doch ist das wirklich ein unabänderliches Schicksal? Durch unsere „gesunde Mischkost“ aus Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten neigt sich mit jeder Mahlzeit die Waage ein klein wenig mehr in Richtung Krankheit. Je mehr verarbeitete Produkte und Fertiggerichte daran beteiligt sind, desto schneller geht es. Bereits 12-jährige Kinder in Deutschland leiden unter einem gestörten Glukose-Stoffwechsel, das ist die Vorstufe zum Typ-2 Diabetes, der früher Altersdiabetes hieß. Die Kinder haben zum Teil auch bereits erhöhten Blutdruck und Ablagerungen bzw. Verdickungen in den wichtigsten Blutgefäßen. Es ist also im Alter von 12 Jahren schon abzusehen, dass eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Kinder besteht, in späteren Jahren Bluthochdruck, einen Herzinfarkt oder Diabetes zu bekommen. Trotzdem scheinen wir unfähig zu sein, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. 

Anstatt auf eine nährstoffreiche und schadstoffarme Ernährung zu setzen, hat eine fieberhafte Suche nach der optimalen Ernährung mit Ergänzungsmitteln oder dem allheilenden Superfood eingesetzt. Jede Woche erscheint eine neue Substanz in den Medien, ein Wirkstoff isoliert aus einem Lebensmittel, der plötzlich fast alles heilen soll. Und ständig erscheinen neue Artikel, die viele verunsichern. Was ist besser Low Carb oder Low Fat? Wie nehme ich ab und halte das neue Gewicht dauerhaft? Wie oft und mit welcher Methode sollte ich entgiften? Jede Zeitschrift veröffentlicht ihre Frühjahrsdiäten, Bikinidiäten und Weihnachtsrezepte, durch die man garantiert nicht zunimmt. Die leeren Versprechungen und der Nebel der Verwirrung schicken uns auf immer neue Runden in der emotionalen Achterbahn. Dabei gibt es eine wissenschaftlich belegte Antwort, die zwar keine schnelle Lösung bietet, dafür aber eine dauerhafte, nachhaltige und an Einfachheit nicht zu übertreffende.

Gesunde Ernährung – so einfach, dass es fast nicht wahr sein kann

Die Lösung der meisten gesundheitlichen Probleme unserer Zeit liegt in einer vollwertigen pflanzenbasierten und fettarmen Ernährung sowie ausreichend Bewegung und gutem Stressmanagement. Was bedeutet das konkret?

Pflanzenbasiert bedeutet, keinerlei Tierprodukte zu verwenden. Dazu gehören nicht nur Fleisch und Fisch, sondern auch Eier, Milch, Butter, Käse, Joghurt, Sahne, Schmand, Molke und Honig. Wenn Ihnen noch etwas einfällt, das ich vergessen habe, setzen Sie es einfach mit auf die Liste. Es gibt kein tierisches Nahrungsmittel, das wir brauchen oder das mehr Vor- als Nachteile birgt.

Vollwertig bedeutet, dass die Nahrungsmittel möglichst naturbelassen und unverarbeitet sein sollten, denn dann enthalten sie ein Höchstmaß an Nährstoffen. Dazu gehört, dass Gemüse im Normalfall nicht geschält wird – das gilt für Kartoffeln, Wurzelgemüse, etc. genau wie für Äpfel oder Birnen. Nur Dinge, deren Schale nicht essbar ist, wie z. B. Bananen, sollten Sie schälen. Vollkornprodukte liefern mehr Nährstoffe als Auszugsmehle, jede Form der Weiterverarbeitung und Lagerung bringt immer einen Verlust an Nährstoffen mit sich. Rohe Speisen liefern neben Vitaminen und Spurenelementen auch noch reichlich Enzyme. Diese werden jedoch beim Erhitzen über 40° C zerstört.

Fettarm ist eigentlich selbst erklärend. Beim Thema Fett geht es aber vor allem auch darum, die richtigen Fette zu essen, nämlich die vollwertigen, also unverarbeiteten Fettquellen. Selbst Öl gehört zu den verarbeiteten Lebensmitteln und liefert nur leere Kalorien. Die wertvollen ungesättigten Fettsäuren bekommen Sie genauso gut, wenn Sie Oliven oder Nüsse essen. Dadurch reduziert sich jedoch automatisch der Fettanteil in Ihrer Ernährung, denn 1 El Öl wiegt ca. 13 g und hat 120 kcal ohne irgendwelche Nährstoffe zu liefern. 125 g Oliven enthalten dieselbe Fettmenge, haben 144 kcal und liefern viel mehr Nährstoffe.

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag “Warum Öl nicht gesund ist”

Pflanzenbasierte Ernährungstherapie bei chronischen Erkrankungen

Chronische Krankheiten, allen voran Bluthochdruck, Diabetes, Allergien und rheumatische Erkrankungen sind extrem ernährungsabhängig. Eine Ernährungsumstellung zeigt Ihnen innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen, was für Sie erreichbar ist. Die Reduzierung oder das Absetzen von Medikamenten, ein besseres Lebensgefühl, mehr Beweglichkeit, das alles sind Dinge, die sich auch im hohen Alter noch erreichen lassen. Natürlich gibt es keine Garantie, aber ich kenne keine andere Methode, die so tiefgreifende und schnelle Verbesserungen der Gesundheit ermöglicht.

Andererseits wundert es mich nicht – schließlich wenden Sie mit einer vollwertigen, pflanzenbasierten Ernährung mehrmals täglich ein Heilmittel an.  

 

Möchten Sie erfahren, was eine Ernährungsumstellung für Sie bewirken kann? Dann vereinbaren Sie gern einen Termin für ein kostenloses Informationsgespräch.

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