Stoffwechselstörungen bei Kindern entwickeln sich nur selten zurück

Stoffwechselerkrankungen gibt es schon bei kleinen Kindern. Eine Studie wollte beobachten, wie sie sich die Entwicklung im Lauf der Jahre fortsetzt.

Untersucht wurden 6768 Kinder aus der europäischen IDEFICS Familien-Kohorte. Zum Zeitpunkt der ersten Untersuchung waren sie durchschnittlich 6,6 Jahre alt. Untersucht wurden der Taillenumfang, Blutdruck, Blutzucker und die Blutfette.

Nur 61,5% konnten zu Beginn der Untersuchung als metabolisch gesund bezeichnet werden. 15,9% hatten bereits zu viel Bauchfett (abdominelles Übergewicht), 7% litten an Bluthochdruck, 9% an Störungen im Fettstoffwechsel und 6,6% (447 Kinder) wiesen mehrere Komponenten des metabolischen Syndroms, der Vorstufe von Typ-2 Diabetes auf.

Die Untersuchungen wurden nach zwei und sechs Jahren wiederholt. In der Gruppe der gesunden Kinder hatten nur 6,7% zum Zeitpunkt der zweiten Untersuchung abdominelles Übergewicht entwickelt. Von den Kindern, die bereits in der ersten Untersuchung darunter litten, zeigten 18,5% bei der zweiten Untersuchung mehrere Komponenten des metabolischen Syndroms.

Nur die Gruppe mit einem gestörten Fettstoffwechsel hatte gute Chancen auf Besserung. Bei den Kindern, die schon bei der ersten Untersuchung mehrere Komponenten des metabolischen Syndroms aufwiesen, zeigte sich auch nach 6 Jahren in 88,3% der Fälle keine Verbesserung.

Frühere Forschungen haben gezeigt, dass Eltern das Problem oft nicht erkennen. Übergewicht ist normal geworden und fast die Hälfte aller vor einigen Jahren befragten Eltern konnte den Zusammenhang zu chronischen Erkrankungen nicht einsehen.

Gesunde pflanzenbasierte Ernährung

Die heutige Ernährung ist für Kinder wie Erwachsene eher ungesund. Große und kleine Menschen brauchen viel Obst und Gemüse, Getreideprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte. Es gibt wunderbare Kochbücher mit Rezepten für die ganze Familie, z. B. von Jasmin Hekmati. Besonders wichtig finde ich, dass der Mechanismus von Belohnung oder Trost durch Essen beendet wird. Schenken Sie Ihren Kindern Aufmerksamkeit, Zeit und Dinge, die Kreativität und Lebenslust steigern. Pommes und Schokolade haben sicher auch ihren Platz darin, aber ihr Stellenwert sollte geringer werden.


Claudia Börnhorst, Paola Russo, Toomas Veidebaum, Michael Tornaritis, Dénes Molnár, Lauren Lissner, Staffan Marild, Stefaan De Henauw, Luis A Moreno, Timm Intemann, Maike Wolters, Wolfgang Ahrens, Anna Floegel, all of them on behalf of the IDEFICS and I.Family consortia, Metabolic status in children and its transitions during childhood and adolescence—the IDEFICS/I.Family study, International Journal of Epidemiology, , dyz097, https://doi.org/10.1093/ije/dyz097