Aluminiumaufnahme – müssen wir uns Sorgen machen?

Schon einmal habe ich ausführlich über die Gefahren von Aluminium berichtet. Dieses Metall verursacht Schäden an Leber und Nieren, beeinträchtigt die Fruchtbarkeit, schädigt die Knochen und das Gehirn. Es wird mit der Entstehung von Brustkrebs und Alzheimer in Verbindung gebracht.

Wissenschaftler schätzen, dass die Mehrheit der Bevölkerung einer bedenklichen Belastung ausgesetzt ist. In dieser neuen Veröffentlichung vom Oktober 2019 wurde erstmals die Belastung durch Lebensmittel mit der aus Kosmetika, Medikamenten und Verpackungen zusammen betrachtet. Die offiziell tolerierbaren Aufnahmegrenzen von 1 mg pro Kg Körpergewicht scheinen dabei mindestens um 50% überschritten zu werden.

So gerät giftiges Aluminium ins Essen

Essen in Aluschale
Aluminium ist Gift für uns

Aluminium ist ein Leichtmetall, das macht es für die Industrie so begehrt. Getränkedosen, Mikrowellengerichte, Portionsbeutel, Kochtöpfe, Deckel von Joghurtbechern, Grillschalen, Bierfässer, etc. sind aus Aluminium und sicher haben Sie eine Rolle Alufolie in der Küchenschublade liegen. Achten Sie doch mal ein paar Tage lang darauf, was bei Ihnen alles in Aluminium verpackt ist.

Säure und Salz sowie das Erhitzen sorgen dafür, dass vermehrt Aluminiumpartikel in die Nahrung übergehen. Aluminiumverbindungen werden auch als Lebensmittelzusatzstoffe verwendet, z. B. als Farbstoffe oder Überzüge für Süßigkeiten. Außerdem ist Aluminium im Trinkwasser enthalten und in Medikamentenblistern, auch wenn das jetzt nicht wirklich als Nahrung zählen sollte.

Mindestens die Hälfte der Aluminiumbelastung, der wir ausgesetzt sind, scheint aus diesem Bereich zu stammen.

Aufnahme über die Haut

Mann verwendet Deo
Aluminium aus dem Deo ist eine große Gefahr

Wer Sport treibt oder sich anderweitig körperlich anstrengt, schwitzt, aber schwitzen ist bei uns verpönt. Wenn der Schweiß dann auch noch riecht, wird es richtig peinlich. Deshalb finden stark schweißhemmende Deos reißenden Absatz. Wenn Sie jetzt nur an die Spraydose denken, sind Sie auf dem Holzweg. Antitranspirantien, also Schweißhemmende Deos, enthalten selbst Aluminiumsalze, also auch der Deoroller und sogar der Deo-Stein, der eine ganze Zeit lang in Mode war.

Aluminiumfreie Deos sind in der Minderzahl, doch es lohnt sich, danach zu suchen, denn gerade die Aluminiumaufnahme über Deos wird mit der Entstehung von Brustkrebs in Verbindung gebracht – übrigens nicht nur bei Frauen.

Aluminium findet sich darüber hinaus auch in aufhellenden Zahncremes, Sonnenschutzmitteln oder in Farbpigmenten von Make-up.

Säuglinge und Kleinkinder sind besondere Risikogruppe

Besonders bei Säuglingen, die nicht voll gestillt werden, sondern Babynahrung, insbesondere hypoallergene Babynahrung bekommen, fanden die Forscher deutlich erhöhte Aluminiumwerte. Eine weitere Risikogruppe identifizierten die Wissenschaftler unter den 11- bis 14-Jährigen.

Alternativen zu Aluminium

Meiden Sie alle Nahrungsmittel, die in Aluminium verpackt sind. Lesen Sie das Kleingedruckte bei Fertigprodukten und kaufen Sie nichts, wo die E-Nummern aus meinem vorherigen Artikel drauf stehen.

Beginnen Sie, Ihren Blick für Verpackungen zu schärfen. Plastik ist leider keine Alternative, denn es enthält selbst viele Giftstoffe, die ebenfalls gesundheitliche Schäden verursachen. Die optimale Verpackung ist Glas. Wenn der Deckel dann innen noch einen blauen Ring hat, ist die Beschichtung im Deckel sogar BPA-frei. Es gibt auch Glasdosen zur Vorratshaltung – die kann man sogar einfrieren. Übrigens: die Energiebilanz von Aluminum ist 27 Mal schlechter als die von Glas.

Statt Alufolie oder Frischhaltefolie können Sie einfach Wachstücher verwenden. Zu Omas oder inzwischen fast schon Uromas Zeiten waren sie Standard, jetzt kommen Sie durch die Umweltbewegung endlich wieder in Mode.


Tietz, T., Lenzner, A., Kolbaum, A.E. et al. Arch Toxicol (2019). https://doi.org/10.1007/s00204-019-02599-z