old-peoples-home-63617_640Ein Mangel an Vitamin D steht deutlich in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für ältere Menschen, an einer Demenz zu erkranken, insbesondere an Alzheimer. Eine entsprechende Studie wurde von der Universität Exeter in Großbritannien in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Angers in Frankreich sowie mehreren anderen Universitäten der USA veröffentlicht.
Die Forscher untersuchten über 1600 Senioren aus den Vereinigten Staaten , die an einer Studie zur Herz-Kreislaufgesundheit teilgenommen hatten über einen Zeitraum von 5 bis 6 Jahren. Die Untersuchten litten zu Beginn der Studie weder an einer Demenzerkrankung noch an Herz-Kreislauferkrankungen.

Die Forscher entdeckten, dass diejenigen mit einem leichten Mangel an Vitamin D ein um 53 % erhöhtes Risiko für eine spätere nicht näher definierte Demenzerkrankung hatten. Dieses Risiko erhöhte sich auf 125 % bei Menschen mit schwerem Mangel.

Das Alzheimer Risiko wurde ebenfalls spezifisch untersucht. Hier stieg das Risiko bei Menschen mit leichten Mangelerscheinungen auf 69 % und bei schwerem Mangel erreichte es 122 %

Die Definition der Forscher eines schweren Mangels lag bei Blutwerten von < 25 nmol/l bzw.
10 ng / dl, die eines leichten Mangels bei Werten bis zu 50 nmol/l bzw 20 ng/dl.

Konkret entwickelten im Lauf der Beobachtungszeit 171 Personen eine Demenzerkrankung, darunter 102 die Alzheimersche Krankheit.

Vitamin D ist auch als das Sonnenvitamin bekannt. Es wird gebildet, wenn wir unsere Haut der Sonne aussetzen, allerdings ohne Sonnenschutzcreme und mit viel Körperoberfläche. Früher glaubte man, schon Gesicht und Unterarme in die Sonne zu halten wäre ausreichend. Leider hat sich das nicht bestätigt. Über die Ernährung ist es schwierig, sich mit ausreichend Vitamin D zu versorgen ohne einen hohen Preis zu zahlen. Sie finden es in Eiern, fettem Fisch oder Lebertran, aber diese Quellen sind in so vielen Aspekten ungesund, durch Cholesterin, gesättigte Fette, Medikamentenrückstände oder Schwermetalle, dass es deutlich sicherer ist, sich mit Vitamin D über ein Ergänzungspräparat zu versorgen.

Was können Sie tun?

Bevor Sie jetzt vorsorglich ein Vitamin D Präparat kaufen: Dieses Vitamin ist fettlöslich und wird im Körper gespeichert. Lassen Sie zunächst Ihre Blutwerte ermitteln. Ein Mangel sollte mit einer individuell berechneten Aufsättigungstherapie in möglichst kurzer Zeit behoben werden und dann durch eine wöchentliche Erhaltungsgabe aufrecht erhalten werden. Die erforderliche Dosis kann weit über den herkömmlichen Angaben liegen. Deshalb sollte die Einnahme von Vitamin D nicht auf eigene Faust unternommen werden.

Vitamin D ist nicht die einzige Ursache für die Entstehung von Demenzerkrankungen, aber es ist einer der Faktoren, die Sie in der Hand haben, um Ihr Risiko zu verringern. Ähnliches gilt für die Versorgung mit Vitamin B12, einen Artikel dazu finden Sie hier >>> klick <<<.

Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer

Alzheimer gehört zu den Demenzerkrankungen, aber nicht jede Demenz ist Alzheimer. Die Definition hängt mit den Vorgängen im Gehirn zusammen. Bei Alzheimer gerät der Stoffwechsel im Gehirn aus dem Lot, was zum Untergang von Nervenzellen führt. Bei den anderen Demenzerkrankungen liegen eher Durchblutungsstörungen und viele kleine unbemerkt verlaufende Schlaganfälle vor. Diese beiden Formen sind mit über 75% die häufigsten Formen von Demenz.



Neurology: Vitamin D and the risk of dementia and Alzheimer disease
Thomas J. Littlejohns, MSc, William E. Henley, PhD, Iain A. Lang, PhD, Cedric Annweiler, MD, PhD, Olivier Beauchet, MD, PhD, Paulo H.M. Chaves, MD, PhD, Linda Fried, MD, MPH, Bryan R. Kestenbaum, MD, MS, Lewis H. Kuller, MD, DrPH, Kenneth M. Langa, MD, PhD, Oscar L. Lopez, MD, Katarina Kos, MD, PhD, Maya Soni, PhD* and David J. Llewellyn, PhD

Was sagen Sie dazu?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.