AutorenfotoIch bin Ganzheitliche Ernährungsberaterin und Homöopathin. Seit weit über fünfzehn Jahren arbeite ich in eigener Praxis.

Zusammen mit Gleichgesinnten habe ich den Bund für Vegane Lebensweise gegründet, ein gemeinnütziger Verein, für den ich ehrenamtlich den Bereich Gesundheit und Ernährung leite.

Mein Verständnis von Gesundheit und Heilung hat sich im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt. Immer wieder begegnete mir die Tatsache, dass die Schulmedizin Menschen in meinem Umfeld nicht besonders gut half. Alternativen kannten wir nicht. Mit Mitte Dreißig hatte ich dann meine erste Begegnung mit der Homöopathie. Ich steckte in einer schweren Lebenskrise und diese sanfte Heilmethode half mir, innerhalb weniger Wochen wieder auf die Beine zu kommen und mein Leben bekam eine ganz neue Ausrichtung. Ich erlernte die Homöopathie, legte erfolgreich meine Heilpraktikerprüfung ab und dachte, nun sei ich angekommen.

Im Laufe meiner Praxisjahre stellte ich dann jedoch fest, dass die Patient*innen, die durch die Homöopathie erfolgreich gesünder geworden waren, trotzdem immer wieder kamen. Die meisten beenden die Behandlung, wenn die Symptome, die ihnen Beschwerden verursachten, verschwunden sind, dabei wäre ein noch viel größeres Potential erreichbar. Ältere Menschen sehen die chronischen Beschwerden, die sie entwickeln, oft bereits als naturgegebenen Alterungsprozess. Tatsächlich aber gibt es viele Völker und Kulturen, in denen unsere Krankheiten wie Wechseljahresbeschwerden, Rheuma, Osteoporose, Diabetes, etc. so gut wie überhaupt nicht vorkommen. Was also könnte der Grund sein, dass die erworbene Gesundheit uns immer wieder verloren geht? Schon vor über 200 Jahren schrieb Samuel Hahnemann in seinem Hauptwerk ‚Organon der Heilkunst‘, dass die Umstände, die eine Krankheit hervorrufen oder unterhalten, beseitigt werden müssen. Dazu gehört unsere Ernährung.

Durch die liebevolle Führung meiner Lehrerin Dr. Nandita Shah, sowohl im Bereich Homöopathie als auch im Bereich der rein pflanzlichen Ernährung, lernte ich, dass wir nur eine Chance auf Gesundheit haben, wenn wir uns naturgemäß verhalten und ernähren. Genau wie ein Sportwagen nur seine volle Leistung entfalten kann, wenn er mit hochwertigem Sprit betankt wird statt mit LKW-Diesel. Ich lernte, dass unsere Rolle als Behandler-, Therapeut-, Beraterin nicht ist, die Patientinnen zu heilen, sondern ihnen ihre Rolle im Heilungsprozess zu zeigen und sie auf dem Weg der Heilung unterstützend zu begleiten. Also begann ich neben meinen Homöopathie-Seminaren Vorträge und Workshops zum Thema Ernährung zu halten.

Heute begleite ich Menschen, die die Verantwortung für ihre Heilung wieder selbst übernehmen wollen und dazu meine Unterstützung brauchen. Das erfüllt mich mit viel Freude, denn sie kommen dem homöopathischen Ideal von sanfter und vor allem dauerhafter Heilung wohl am nächsten. Darüber hinaus trage ich durch Vorträge und Seminare das Wissen um die Vorteile einer rein pflanzlichen Ernährung weiter in die Welt.

Krankheit als Weg zu persönlichem Wachstum

Unser Körper versucht immer, sein Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Die Symptome, die er dabei produziert, sind Botschaften an uns. Sie sollen unsere Aufmerksamkeit darauf lenken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wenn wir bereit sind zu akzeptieren, dass unser Körper und unsere funktionellen Systeme niemals gegen uns arbeiten, sondern immer für uns, können wir nicht nur gesünder werden, sondern wir werden uns in der Tiefe verändern.

Alles ist mit allem verbunden. Niemand kann gesund werden, der sich vom Leid und Tod anderer Wesen ernährt, auch wenn diese keine menschliche Stimme haben. Niemand kann gesund werden, der für seine persönliche Befriedigung in Kauf nimmt, dass die Umwelt zerstört wird. Aber wenn wir uns mit der Natur verbünden und für das Lebendige eintreten, dann tragen wir diese Energie auch in die Welt und tragen dazu bei, eine gesündere und gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Das ist es, was unsere Kinder und Enkel von uns lernen sollten: Achtsamkeit gegenüber allem Lebendigen und Respekt vor den Gesetzen der Natur.  Mein Lieblingszitat dazu stammt von Mahatma Gandhi: „Du musst die Veränderung sein, die Du in der Welt sehen willst.