fruit-veggies2Schulmedizinisch wird Rheuma mit Medikamenten behandelt, die teilweise schwere und schwerste Nebenwirkungen verursachen. Einer der eher harmlosen und sehr häufig verschriebenen Wirkstoffe ist Diclophenac, das bei über 30% der Patient*innen Magen- und Verdauungsbeschwerden hervorruft. Am äußeren Ende der Skala steht, MTX (Methotrexat). Es ist so giftig, dass es aus der Krebstherapie ausgeschlossen wurde, weil Leber und Nieren zu stark geschädigt werden. In der Rheumatherapie bekommen Patienten lebenslang Spritzen mit diesem Präparat. Heilen kann man mit diesen Medikamenten nicht, sondern man kann nur versuchen, die Schmerzen zu lindern und die Schübe zu verringern.

Tatsächlich gibt es ernährungstherapeutische Behandlungen insbesondere der rheumatoiden Arthritis über ein weitgehend pflanzenbasierte und sogar rohköstliche Ernährung seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Doch damals wurden noch keine Studien nach modernen Standards durchgeführt und es gibt bis heute wenig Interesse daran, etwas zu erforschen, woran man nichts verdienen kann.

Dabei können Rheumapatient*innen ihre Schmerzen deutlich reduzieren, wenn sie der gesunden veganen Ernährung eine Chance geben. Damit ist gemeint, dass man sich pflanzenbasiert und vollwertig ernährt, auf Fertigprodukte, auch aus dem Vegan-Regal, sollte weitgehend verzichtet werden. Für die Wirksamkeit dieser Ernährungsweise gibt es bereits etliche Belege durch moderne Studien. Eine davon wurde schon vor 9 Jahren in Schweden durchgeführt und zeigte, dass der Krankheitsaktivitäts-Index (Disease Activity Score 28 = DAS) auch nach einem Jahr noch signifikant niedriger lag als bei konventioneller Ernährung (link). Bei dieser Studie war die vegane Ernährung glutenfrei, was bei vielen Menschen die Heilung zumindest beschleunigen kann. Eine Übersichtsarbeit von 2012 befasst sich mit dieser und noch drei weiteren Studien und kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass die vegane Ernährung eine sehr gute Lösungsmöglichkeit bietet.

Rheuma ist ein weites Feld, besonders bekannt ist die Heilwirkung der pflanzenbasierten Ernährung bei Gicht, Fibromyalgie und rheumatoider Arthritis. Es gibt mehrere Gründe für die Wirksamkeit einer Ernährungsumstellung: Sie ist entzündungshemmend, purinarm, fettarm (wenn Sie es richtig machen) und lindert Autoimmunschübe, die sonst durch tierisches Eiweiß verursacht werden. Die vielen Antioxidantien in der veganen Ernährung tragen außerdem zum Zellschutz bei.

Das können Sie tun

Selbst wenn Sie nicht einfach ihre ganze Ernährung umstellen können oder wollen, gibt es Dinge, die Sie ohne Hilfe umsetzen können:

Essen Sie möglichst viele pflanzliche, naturbelassene Lebensmittel

Verringern Sie nach und nach den Anteil tierischer Produkte immer mehr. Machen sie es nicht unbedingt an einer Gruppe fest (kein Fleisch mehr), sondern betrachten Sie immer den Gesamtanteil der Tierprodukte in Ihrer Ernährung, denn auf Ihr Rheuma wirken sich z. B. Milchprodukte jeglicher Art noch viel schlimmer aus als Fleisch. Fisch dagegen hat den Nachteil, dass er fast immer zu fett ist und mit Medikamentenrückständen (Zuchtfisch) oder Plastikrückständen und Schwermetallen (Seefisch) belastet ist.

Essen Sie möglichst fettarm.

Stellen Sie Ihre Ölflasche in den Schrank, der am weitesten oben ist und schieben Sie sie ganz weit nach hinten. Wählen Sie statt dessen gesunde, vollwertige Fettquellen wie z. B. Avocados, Nüsse und Saaten. Manche Öle enthalten viel zu viele Omega-6 Fettsäuren, die zu Arachidonsäure umgebaut werden und den Entzündungsprozess so richtig anheizen können.

Holen Sie sich Unterstützung

Eine Ernährungsumstellung braucht Wissen und Zeit. Sie können alles googeln und ausprobieren, aber manchmal ist es einfacher, sich konkret Hilfe zu holen. Ich erkläre Ihnen gern in einem kostenlosen Telefonat oder Skype-Gespräch, was Sie beachten müssen und welche Tricks Sie anwenden können.

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