a-cup-of-coffee-399478_640Viele Menschen sind überzeugt, dass sie morgens ohne Kaffee nicht in die Gänge kommen und für manche mag das sogar stimmen. Nämlich dann, wenn sie bereits süchtig sind. Denn Kaffee ist eine Alltagsdroge. Die üblichen Kennzeichen sprechen dafür: die Gewöhnung führt zu immer höheren Mengen, die konsumiert werden müssen, um den gewünschten Effekt zu erhalten und er macht abhängig, denn viele Menschen sind überzeugt, dass sie ohne Kaffee nicht ausreichend leistungsfähig sind.

Der bekannteste Bestandteil im Kaffee, ist Koffein, das wach macht und dafür sorgt, dass Sie sich gut fühlen. Manche werden richtig high davon, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Doch nach der Erstwirkung folgt die Gegenwirkung und man wird müde. In beiden Fällen muss man sich die Frage stellen, ob man z. B. noch in der Lage ist, ein Auto zu fahren oder komplizierte Maschinen zu bedienen.

Kaffee enthält jedoch noch viele weitere Stoffe, sogenannte Alkaloide, die sich negativ auf Ihre Gesundheit auswirken können.  So werden beim Genuss von Kaffee viele Säuren ausgeschüttet. Gerade Menschen, die unter Sodbrennen leiden, werden ihre Beschwerden bei laufendem Kaffeekonsum selten loswerden. Das freut natürlich die Hersteller von Säurehemmern. Auch der Umstieg auf koffeinfreien Kaffee ändert an dieser Tatsache nichts.

Regelmäßiger Kaffeekonsum hebt den Cholesterinspiegel und entkoffeinierter Kaffee tut das sogar noch mehr. Wenn Ihr Arzt Ihnen also mitgeteilt hat, dass Sie etwas gegen Ihre zu hohen Blutfettwerte tun sollen, dann ist der Verzicht auf Kaffee eine sinnvolle Maßnahme und auf jeden Fall gesünder, als zu Tabletten zu greifen, die ihrerseits mit vielen Nebenwirkungen einhergehen.

Kaffee regt auch Blase und Darm an. Wenn Sie viel unterwegs sind und öffentliche Toiletten nicht zu Ihren Lieblingsorten gehören, dann ist weniger Kaffee wirklich besser. Diabetiker*innen, die täglich Kaffee trinken, machen damit womöglich ihre Bemühungen zunichte, den Blutzuckerspiegel zu senken.

Kaffee regt auch die Ausschüttung von Adrenalin und Kortisol an. Das sind die Stresshormone, die von der Nebenniere produziert werden. Daher begünstigt der Konsum von Kaffee die Erschöpfung der Nebennierenfunktion – die Folge sind chronische Erschöpfungszustände und Burn-out.

Neben all den ungesunden Auswirkungen des Kaffeekonsums bleibt auch noch zu Bedenken, dass Kaffee zu den Dingen gehört, für die Ausbeutung, Sklaverei und Börsenspekulation an der Tagesordnung sind. Wer für eine Welt von Gerechtigkeit und Frieden eintritt, sollte schon aus diesem Grund keinen Kaffee trinken.  Ja, es gibt Fairtrade Bio-Kaffee, aber sein Marktanteil ist verschwindend gering und gesünder ist er auch nicht.

Die Entzugssymptome sind ähnlich wie die bei anderen Drogen. Sie bekommen Kopfschmerzen, denken immer nur an Kaffee, bekommen vielleicht sogar Depressionen. Aber das geht nach kurzer Zeit vorbei. Lindern können Sie die Symptome übrigens, indem Sie viel stilles Wasser trinken. Vieles geschieht aber auch einfach im Kopf. Ich habe zu meinen schlimmsten Zeiten bis zu 12 Becher (!) Kaffee am Tag getrunken und von einem Tag auf den anderen damit aufgehört. Ich hatte überhaupt keine Entzugserscheinungen, vielleicht weil ich mich freiwillig und für meine Gesundheit dafür entschieden hatte.

Was wir denken, erschaffen wir. Erschaffen Sie also in Ihrem Kopf lieber das Bild, dass Sie am liebsten morgens erst einmal zwei große Gläser stilles Wasser trinken und danach vollkommen wach sind. Das stimmt nämlich und so bleiben Kopfschmerzen und Co. auf Abstand.

Was sagen Sie dazu?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.