aluminium-wordleAluminium ist das häufigste Metall auf unserer Erde. Es findet sich auch in vielen Alltagsprodukten, vom Trinkwasser über manche Kochtöpfe, die bekannte Alufolie, kann aber auch in Backpulver, Kuchenbackmischungen, milchfreien Kaffeeweißern, Vanillepulver, Aspirin, Mehl und sogar in Ihrem Deo enthalten sein.

Aluminium hat eine silbergraue Farbe. Als E173 wird es eingesetzt, um Überzüge von Zuckerwaren, Kuchen oder Backwaren zu dekorieren. Auch im manchen Mineralwässern und in Langnese Girlie ist dieser Zusatzstoff enthalten. 

Hinter den E-Nummern E520, E521, E522 und E523 verstecken sich Verbindungen aus Aluminium und Schwefel mit noch anderen chemischen Bestandteilen. Es sind Festigungsmittel oder Stabilisatoren. Man findet sie u.a. in Mineralwässern, der Trinkwasseraufbereitung, Dosensauerkraut, Metzgerei- und Molkereiprodukten, aber auch im Bio-Seitenbacher Müsli.

E541 ist saures Natriumaluminiumphosphat, ein Backtriebmittel, das z.B. bei der Herstellung von Muffins (McDonalds) verwendet wird. Aber es kann auch in gekauftem Backpulver sowie in Käse enthalten sein.

Bei E554 – E556 sowie E559 handelt es sich um verschiedene Aluminiumsilikate. Sie werden als Rieselhilfe eingesetzt, aber auch als Trennmittel. Salz, Käse, Würzmittel und Nahrungsergänzungsmittel, sind die häufigsten Einsatzbereiche.

Wer ist durch Aluminium gefährdet?

Im Gegensatz zu Eisen und anderen Mineralstoffen, benötigt unser Körper kein Aluminium. Er muss es also wieder ausscheiden. Dafür sind die Nieren zuständig. Wenn die Nieren geschwächt sind, was bei unserem derzeitigen Ernährungsstil bei den meisten Menschen schon wie eine „natürliche Altererscheinung“ anmutet, sinkt die Ausscheidungssfähigkeit des Körpers. Dann kann sich das Aluminium im Körper weiter anreichern. Das kann in verschiedenen Geweben von Nieren, Gehirn, Lunge, Leber und Schilddrüse geschehen und beinhaltet ein potenzielles Risiko für unsere Gesundheit.

Gesetzlich gilt eine tägliche Aufnahme von 1mg Aluminium pro Kg Körpergewicht als unbedenklich. Doch wie viel jemand genau aufnimmt, lässt sich schwer sagen, denn wer will schon ausrechnen, ob bei den verschiedenen Zufuhrmöglichkeiten von Aluminium ein Grenzwert eingehalten wird.

Aluminium schädigt das zentrale Nervensystem

Bei Erwachsenen kann der Kontakt mit Aluminium zu neurologischen Alterserkrankungen führen, die Alzheimer ähneln. Bei Kindern, die viel Kontakt mit Aluminium hatten, z. B. durch das Trinkwasser oder Aluminium-Kochgeschirr, fanden sich Zusammenhänge mit Knochenerkrankungen und neurologischen Störungen. Die Forscher wiesen auch auf den Zusammenhang zwischen aluminiumhaltigen Impfstoffen und Autismus hin. [1]

Aluminium kann das Gehirn schädigen. Forschungen haben gezeigt, dass Aluminium im Gehirn toxischen Stress hervorrufen kann. Ablagerungen von Aluminium könnten zu Multipler Sklerose, Guillain-Barré-Syndrom (einer Krankheit, die mit Impffolgen in Zusammenhang gebracht wird) und anderen Autoimmunerkrankungen führen, außerdem zu Epilepsie, AD(H)S, einem chronischen Erschöpfungssyndrom und anderen neurologischen Störungen.
Aluminium entzieht dem Körper Magnesium, Calcium und Eisen. „Spuren von Aluminium überwinden die Blut-Hirn-Schranke und reichern sich in den großen Pyramidenzellen des Hippocampus, der Großhirnrinde und anderen Gehirnbereichen an, die für Alzheimer maßgeblich sind.“ Zu diesem Schluss gelangten australische Forscher in einer Übersichtsarbeit (Review) von über 200 Studien. [2]

Osteoporose und Brustkrebs als Folge von Aluminium?

Aluminium kann statt Calcium in den Knochen abgelagert werden. Dadurch werden die Knochen geschwächt und es entsteht Osteoporose. [3]

Die Frage, ob Aluminium in Deos zu Brustkrebs führen kann, wird seit Jahren diskutiert und konnte noch nicht zweifelsfrei beantwortet werden. Eine schweizer Studie identifizierte Aluminium in Deos nicht offiziell als Krebs erregend, bezeichnete Aluminium aber als ein „aktiviertes Onkogen“, das ist ein Teil des Erbguts einer Zelle, das den Umschwung von normalem Zellwachstum zu ungebremstem Tumorwachstum fördert. [4]

Meiden Sie Aluminium im Alltag

Wie Sie an den vielen E-Nummern schon gesehen haben, ist es schwierig, Aluminium völlig zu vermeiden. Trotzdem haben Sie sehr viele Möglichkeiten

  • Verwenden Sie keine Alufolie
  • Töpfe, Backformen und Schüsseln aus Aluminium gehören in den Recycling-Müll
  • Trinken Sie keine Getränke aus Alu-Dosen
  • Verzichten Sie auf Fertiggerichte, besonders wenn sie in einer Alu-Schale verkauft werden.
  • Werden Sie E-Nummern Detektiv*in
  • Verwenden Sie nur Deos ohne Aluminiumverbindungen

Sind Sie belastet?

Es ist schwer zu sagen, wie viel Aluminium über die Nieren ausgeschieden wird und wie viel sich im Gewebe ablagert. Aluminium, das nicht über den normalen Nahrungsweg, sondern über Impfungen oder andere Medikamente in den Körper gelangt, wird schlechter abgebaut, weil die normalen biologischen Aufnahmewege umgangen wurden.
Eine Blutuntersuchung hilft nur bedingt, denn die Ablagerungen im Gewebe kann sie nicht feststellen. Wenn eine hartnäckige Anämie besteht und schlechte Werte von Zink, Magnesium oder Calcium hinzukommen, könnte das ein Hinweis auf eine Aluminiumbelastung sein. Aluminium im Urin weist nur auf eine Aufnahme aus der unmittelbaren Vergangenheit hin, nicht aber auf die Speicherung im Gewebe. Haaranalysen sind laut Prof. Dr. med. Hans Drexler vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin ebenfalls keine zuverlässige Methode, weil die Ergebnisse allein schon durch die Haarpflegemittel, die Sie verwenden, verfälscht sein können.

Kann man Aluminium ausleiten?

Es gibt verschiedene Ansätze zur Ausleitung von Aluminium. Bei den Lebensmitteln werden besonders häufig, Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Koriander genannt.  Bestimmte Algen, wie Chlorella sind genau wie Koriander hilfreich bei der Ausleitung von Aluminium und Schwermetallen.

Verschiedene Studien zeigen auf, dass bei einer hohen Zufuhr von Silicium, die Ausscheidung von Aluminium gesteigert wird. Silicium kann zum Beispiel als Kieselsäure in Form von Ackerschachtelhalmtee kurmäßig über ein paar Wochen getrunken werden. Das kräftigt auch gleich Haare und Fingernägel und das gesamte Bindegewebe. Ackerschachtelhalm heißt auch Zinnkraut, weil man damit früher das Zinngeschirr gut polieren konnte. Er gehört zu den bewährtesten einheimischen Heilpflanzen.

Bei starker Belastung oder durch Aluminium herbeigeführter Osteoporose kann auch ein Medikament eingesetzt werden, das schon in der Therapie gegen die Eisenüberlastung zum Einsatz kommt. Der Wirkstoff Deferoxamin gehört aber in die Hände erfahrener Ärzte.

Versorgen Sie sich ausreichend mit gesunden Nährstoffen

Wenn ein Mangel an Magnesium, Zink und anderen Vitalstoffen herrscht, hat Aluminium größere Chancen. Ernähren Sie sich also mit gesunden frischen Produkten aus Gemüse, Obst und Getreide, um Ihren Körper optimal zu versorgen.

Bestimmten Säuren wird ebenfalls eine ausleitende Funktion zugesprochen: Apfelsäure – zu finden z.B. in Äpfeln, Weintrauben oder Stachelbeeren) wirkt ähnlich wie der Wirkstoff Deferoxamin – sie führt zu einer vermehrten Ausscheidung von Aluminium über die Nieren. Zitronensäure bewirkt eine vermehrte Ausscheidung über den Darm. Sie kommt nicht nur in Zitronen vor, sondern auch in Äpfeln, Birnen, Himbeeren und anderen Beerenfrüchten oder auch in Pilzen vor.[5]


[1] Shaw CA, Tomljenovic L. Aluminum in the central nervous system (CNS): toxicity in humans and animals, vaccine adjuvants, and autoimmunity. Immunol Res. 2013 Jul;56(2-3):304-16. doi: 10.1007/s12026-013-8403-1. Review. PubMed PMID: 23609067. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23609067/

[2] Walton JR. Aluminum disruption of calcium homeostasis and signal transduction resembles change that occurs in aging and Alzheimer’s disease. J Alzheimers Dis. 2012;29(2):255-73. doi: 10.3233/JAD-2011-111712. Review. PubMed PMID:22330830. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22330830

[3] Aaseth J, Boivin G, Andersen O. Osteoporosis and trace elements–an overview. J Trace Elem Med Biol. 2012 Jun;26(2-3):149-52. doi: 10.1016/j.jtemb.2012.03.017. Epub 2012 May 8. Review. PubMed PMID: 22575536. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22575536

[4] Sappino AP, Buser R, Lesne L, Gimelli S, Béna F, Belin D, Mandriota SJ. Aluminium chloride promotes anchorage-independent growth in human mammary epithelial cells. J Appl Toxicol. 2012 Mar;32(3):233-43. doi: 10.1002/jat.1793. Epub 2012 Jan 6. PubMed PMID: 22223356. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22223356

[5] Domingo JL, Gómez M, Llobet JM, Corbella J. Comparative effects of several
chelating agents on the toxicity, distribution and excretion of aluminium. Hum Toxicol. 1988 May;7(3):259-62. PubMed PMID: 3391623. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3391623

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