herzgesundBis zum Valentinstag am 14. Februar sind wir wieder überall in der Werbung von roten Herzen umgeben. Auch wenn sie eigentlich als Symbol für romantische Verliebtheit gemeint sind, können wir diese Zeit auch nutzen, um an unsere Herzgesundheit zu denken. Schließlich sterben in Deutschland fast die Hälfte aller Menschen an Herzinfarkten, Schlaganfällen und weiteren Herz-Kreislauferkrankungen.  Hier sind 5 rote Nahrungsmittel, die ihr Herz besonders gut schützen.

Rote Beete

Dieses Wurzelgemüse ist voller Antioxidantien, die unsere Zellen gegen Angriffe der freien Radikale schützen. Neben Vitamin C und viel Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, liefert die rote Beete auch noch 6 der 8 essentiellen Aminosäuren. Ihre Farbe erhält sie unter anderem durch Betain, das für seine Eigenschaft bekannt ist, den Homocystein-Spiegel zu senken. Erhöhte Homocysteinwerte weisen immer auf ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten hin.  Auch als Folsäurelieferant steht rote Beete auf der Bestenliste. 100 g liefern etwa 1/3 unseres Tagesbedarfs. Die Mineralien Calcium, Eisen und Magnesium bekommen wir durch sie, ebenso ist sie reich an Mangan.

Rote Beete enthält auch viele lösliche Faserstoffe. Diese können Toxine und überschüssige Nahrungsfette binden und abtransportieren. Dadurch wird die Leber entlastet. Viele Leber-Entgiftungskuren beinhalten deshalb einen Saft aus roter Beete, Karotten und Äpfeln.

Bei uns ist rote Beete meist nur im gekochten Zustand bekannt und wird sogar schon vorgekocht und vakuumverpackt angeboten. Ich bevorzuge sie aber roh, weil durch Kochen und Lagerung ein großer Teil ihrer Nährstoffe schon verloren sind, bevor sie sie auch nur an der Kasse des Supermarkts bezahlt haben.  Fein geraspelt, nur mit etwas Zitrone beträufelt bereichert sie jeden Rohkostteller und gibt Salatplatten einen kräftigen Farbtupfer. Wählen sie eher kleinere Exemplare, sie sind meist zarter und süßer. Wenn man mit einem scharfen Hobel sehr feine Scheiben schneidet, kann man sie auch als rote-Beete-Carpaccio anrichten.

Die Stiele und Blätter der roten Beete sind übrigens ebenfalls essbar, sie haben einen kräftigen bis pikanten Geschmack.

Erdbeeren

Wir lieben sie so sehr, dass wir häufig die Zeit kaum abwarten können, bis Erdbeeren bei uns reif sind. 100 g der süßen Früchte liefern bereits unseren Tagesbedarf an Vitamin C. Darüber hinaus sind sie reich an Folsäure, liefern Calcium, Magnesium und Kalium, Obwohl sie sehr fettarm sind, ist der Anteil an Omega-3 Fettsäuren trotzdem relativ hoch.  Erdbeeren wirken entzündungshemmend und helfen, das LDL-Cholesterin zu senken.

Wer Erdbeeren im Smoothie genießen möchte, kann sie mitsamt ihrer Blätter verarbeiten. Aber auch im Salat sind sie eine interessante Beigabe. Wählen sie für Erdbeertorten immer vegane Varianten, selbst pflanzliche Sahne ist inzwischen in vielen Supermärkten erhältlich. So vermeiden sie Cholesterin und gesättigte Fette.

Kirschen

Kirschen haben ihre rote Farbe von den Anthocyaninen, das sind starke Antioxidantien, die entzündungshemmend und herzschützend wirken. Interessanterweise lindern sie auch Muskel- und Gelenkschmerzen nach sportlichen Aktivitäten.  Wie Erdbeeren haben Kirschen eine niedrige glykämische Last, sind also im Rahmen einer fettarmen, pflanzlichen Ernährungsweise sehr gut für Diabetiker*innen zuträglich.  Neben dem hohen Vitamin C Gehalt liefern sie auch wertvolles Vitamin K sowie Lutein und Xeaxanthin, diese beiden Karotine sind besonders gut für die Augen.

Rote Paprika

Sie bereichern Salate, können aber auch mit Getreide oder Reis gefüllt werden und liefern so eine wohlschmeckende vollwertige Mahlzeit. 100 g rote Paprika liefern schon das Doppelte unseres täglichen Bedarfs an Vitamin C, sage und schreibe 63% des Tagesbedarfs an Vitamin sowie Folsäure, Vitamin K und Vitamin E. Ihr weniges Fett hat ebenfalls hohe Anteil der gesunden Omega-3 und und Omega-6 Fettsäuren. Auch rote Paprika wirken stark entzündungshemmend.

Tomaten

Sie sind neben den roten Paprika ein wichtiger Lieferant von Lycopen. Diesem Antioxidant verdanken sie ihre Farbe. Forschungen haben gezeigt, dass Menschen, die viel Lycopen verzehren, besser gegen Herzerkrankungen geschützt sind. Interssanterweise ist der Lycopen-Gehalt in Dosentomaten höher als in frischen. Tomaten schmecken immer – gekocht in Soßen, gefüllt, überbacken, im Salat. Es sind vielseitige Früchte, aus denen man sogar Marmelade herstellen kann. Wie alle roten Früchte und Gemüse, die ich hier beschrieben habe, trägt der Kalium-Gehalt in Tomaten auch zur Regulierung des Herzrhythmus bei.

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