obsttellerEs ist Sommer und alles verdirbt so schnell, da landen schon einmal Dinge im Kühlschrank, die man besser draußen lässt. Da muss man dann zwar häufiger einkaufen, aber es lohnt sich. Hier sind die zehn wichtigsten, gleich mit ein paar weiteren Tipps.

1. Bananen

Im Kühlschrank wird ihre Schale schnell schwarz und innen werden sie vorzeitig matschig. Bananen also in einem Obstkorb lagern. Reife Bananen haben übrigens erste „Sommersprossen“  – braune Punkte auf der Schale. Isst man sie vorher, schmecken sie oft mehlig und nichtssagend.

2. Tomaten

Tomaten verlieren ihren Geschmack im Kühlschrank. Wenn sie schon rot und reif sind, sollten sie auch außerhalb der Sonne stehen. Tomaten beschleunigen den Reifeprozess anderer Früchte und Avocados. Also möglichst allein lagern. Wer einen Teil der Zweige mitlagert, hält gleichzeitig Fliegen fern. Diese mögen den Geruch von Tomatenpflanzen nämlich nicht.

3. Avocados

Meist kaufen wir Avocados im unreifen Zustand. Von daher wäre es schon unsinnig, sie im Kühlschrank zu lagern. Ihr Reifeprozess beschleunigt sich, wenn sie neben Äpfeln oder Tomaten liegen. Angeschnittene Avocados müssen allerdings in den Kühlschrank. Hier sollte man immer den Kern mit darinlassen und die Schnittstellen mit Zitronensaft bepinseln. Dann möglichst in einen luftdichten Behälter damit. Wenn überhaupt, verfärbt sich so nur eine ganz dünne Schicht der Avocado, aber der Rest bleibt frisch und grün. Auch fertiges Guacamole kann im Kühlschrank luftdicht aufbewahrt werden. Lässt man den Kern drin, verringert sich auch hier die Verfärbung.

4. Melonen

Solange man sie nicht anschneidet, sollten Melonen außerhalb des Kühlschranks gelagert werden. So erhalten sich Vitamine und Antioxidantien am besten. Einmal angeschnitten halten sie sich im Kühlschrank noch mehrere Tage.

5. Zitrusfrüchte

Sie halten sich außerhalb des Kühlschranks in der Regel eine Woche lang. Darüber hinaus kann man sie im Gemüsefach des Kühlschranks etwas länger lagern.

6. Äpfel

Die Lagerzeit von Äpfeln ist je nach Sorte unterschiedlich. Jetzt im August kommen die ersten Klaräpfel, die sich kaum lagern lassen, dafür aber ein wunderbares schneeweißes Mus ergeben. Die Äpfel, die es jetzt im Supermarkt gibt, sind alle Lageräpfel des Vorjahrs. In der Küche halten sie sich außerhalb des Kühlschranks mindestens eine Woche. Wer sie unbedingt kühlen will, sollte sie ins Gemüsefach des Kühlschranks packen.

Äpfel sind enorme Reifungsbeschleuniger für andere Früchte. Daher immer allein lagern, bzw. bewusst nur Obst dazu packen, das schnell nachreifen soll.

7. Steinfrüchte

Nektarinen, Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen – sie alle reifen bei Zimmertemperatur nach. Wer so einkauft, dass sie innerhalb von ein bis zwei Tagen verwertet werden, lässt sie immer draußen. Nur sehr reife Früchte, können im Gemüsefach des Kühlschranks noch 1-2 weitere Tage gelagert werden, verlieren dabei jedoch meist etwas an Geschmack.

8. Kartoffeln

Wenn Kartoffeln im Kühlschrank lagern, verwandelt sich die enthaltene Stärke schnell in Zucker und die Kartoffeln schmecken unangenehm süßlich. Nicht zu verwechseln mit Süßkartoffeln, das ist eine ganz andere Pflanze. Am besten lagert man Kartoffeln kühl und dunkel. Früher gab es dafür die Kartoffelmieten: Eine Grube oder Holzkiste mit großen Lattenabständen in der Erde, in der Kartoffeln, Möhren und rote Beete gelagert wurden. Mit Stroh und einer Erdschicht bedeckt, waren sie vor Frost geschützt und doch gut belüftet gegen Fäulnis. Auch heute noch eine gute Alternative, wenn man einen Garten, aber keinen kühlen dunklen Kellerraum hat.

9. Zwiebeln

Die Feuchtigkeit im Kühlschrank lässt Zwiebeln in kürzester Zeit feucht und schimmelig werden. Daher immer außerhalb lagern, in einem luftigen Korb außerhalb des Sonnenlichts.

10. Schalotten und Knoblauch

Schalotten können überall dort eingesetzt werden, wo Knoblauch zu ‚grob‘ wirken würde. Auch diese beiden können mit in den Korb zu den Zwiebeln, denn im Kühlschrank wird Knoblauch geschmacklos und die Schalotten schimmeln schnell.

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